Viele Ausländer, die zum ersten mal die deutsche Sprache erlernen, berichten davon, wie schwer es ihnen fällt, die vielen Regeln und Ausnahmen zu beherrschen. Im Vergleich zu anderen Sprachen wie beispielsweise dem Englischen, dem Spanischen oder dem Italienischen gilt die deutsche Sprache als deutlich schwieriger zu erlernen. Gerade für Menschen, deren Muttersprache eine romanische, arabische oder fernöstliche Sprache ist, stellen sich viele Hürden in den Weg. Doch eine Sache ist im Deutschen wesentlich einfacher als in vielen anderen Sprachen der Welt – die Rede ist von der deutschen Deklination. Denn während in den romanischen Sprachen (Latein, Italienisch, Spanisch, Französisch, Rumänisch) zumeist auch die Substantive dekliniert werden, sind es in der deutschen Sprache – bis auf einige Ausnahmen – vor allem nur die Artikel, die verändert werden müssen. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Regeln und Ausnahmen vor, die Sie als Fremdsprachler beachten müssen und hoffen, dass wir Ihnen vielleicht eine kleine Erleichterung beim Erlernen der deutschen Deklination mit an die Hand geben können.

Der Nominativ

Der Nominativ gilt – wie in anderen Sprachen auch – in der deutschen Deklination als die G

rundform. Den Substantiven werden hier im Allgemeinen je nach Geschlecht sogenannte Artikel (der, die, das) voran gestellt, lediglich bei Eigennamen entfallen die Artikel oft. Ein Beispiel: Der Hund und die Katze spielen, Peter sieht zu. Sie sehen: Während bei Hund und Katze Artikel mit dabei stehen, entfällt dieser beim Eigennamen Peter in der deutschen Deklination.

 

Der Genitiv

Hier wird die deutsche Deklination schon ein wenig schwieriger. Die Artikel wandeln sich. Das maskuline ‘der’ sowie das neutrale ‘das’ wandeln sich zu ‘des’, das feminine ‘die’ zu ‘der’. Auch die Substantive werden gebeugt. Das nennt man nicht Konjugation sondern Flexion. Während feminine Substandtive im Allgemeinen unverändert bleiben, werden bei maskulinen und neutralen Substantiven meist Endungen wie ‘-s’ oder ‘-es’ angehängt. Ein Beispiel: Das Fotoalbum zeigt Bilder des Vaters, der Mutter und des Kindes. Sie sehen:

Die deutsche Deklination ist mitunter das Einzige, was an der deutschen Sprache nicht schwer zu lernen ist.

Die deutsche Deklination ist mitunter das Einzige, was an der deutschen Sprache nicht schwer zu lernen ist.

Die Endungen unterscheiden sich voneinander. Darüber hinaus gibt es in der deutschen Deklination noch einige Ausnahmen. So wird das Wort “Elefant” im Genitiv nicht zu “Elefants”, sondern zu “Elefanten”. Beispiel: Das Foto des Elefanten.

Dativ und Akkusativ

Diese beiden Fälle sind in der deutschen Deklination der deutschen Grammatik wieder ein wenig einfacher zu verstehen. Im Dativ wird aus ‘der’ und ‘das’ der Dativ-Artikel ‘dem’, aus dem weiblichen ‘die’ wird der Artikel ‘der’. Die Substantive bleiben im Allgemeinen unverändert. Beispiel: Das Fest gefiel dem Vater, der Mutter und dem Kind.
Im Akkusativ wird aus dem männlichen Artikel ‘der’ ‘den’, das weibliche ‘die’ bleibt ‘die’ und auch das neutrale ‘das’ bleibt unverändert. Beispiel: Ich freue ich auf den Vater, die Mutter und das Kind.

Wir hoffen, dass wir Ihnen dabei helfen konnten, die deutsche Deklination zu verstehen.