Die Kunst der Rhetorik ist eine der wichtigsten Künste, wenn es darum geht mit Menschen in Kontakt zu treten und diese von der eigenen Meinung zu überzeugen. Ein Rhetoriker lernt wie er mit Menschen sprechen muss und wir hierbei enorm psychologisch geschult. Bereits im alten Griechenland wurde sehr viel Wert auf eine angelernte und gekonnte Rednerskunst gelegt. Immer wieder musste man sich in der Rhetorik üben und verbessern, sodass man die Menschen von der eigenen Meinung überzeugen kann und/ oder sie zu einer bestimmten Handlung antrieben kann.

Die psychologische Schulung bei der Rhetorik wird so eingesetzt, dass der Redner genau weiß, mit welchen Worten und Mitteln er seine Aussage wundervoll verpacken kann. Das wichtigste hierbei ist, dass selbst negative Aussagen zu einem schönen und positiv klingenden Satz umgebaut werden, sodass die Zuhörer von den Aussagen und Taten des Redner überzeugt werden und ihm seine volle Unterstützung erbringen wollen.

Rednerkunst als Beruf

Ein sehr bekannter Beruf, der zu größten Teilen auf der Kunst der Rhetorik aufbaut ist die Politik. Hier wird immer mehr Geld und Mittel in einen anständigen Wahlkampf gesteckt, der die Wählerinnen und Wähler davon überzeugen soll die Partei zu wählen. Das Reden ist hierbei die größte und wichtigste Disziplin, denn wer die Wähler nicht von seinen Vorteilen überzeugen kann, der hat den Wahlkampf schon verloren. Besonders mithilfe von metaphorischen Umschreibungen und gängigen Redensarten kann eine Rede entscheidend aufgewertet werden.

Lernen und Verkörpern

Erlernt werden konnte die Kunst der Rhetorik nicht nur im alten Griechenland und Rom, sondern auch heute noch. Immer mehr Universitäten und auch weiterführende Schulen bieten das Fach Rhetorik an. Hierbei lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst, wie eine Rede aufgebaut sein sollte. Hierzu müssen Argumente gesammelt werden, die dann vertreten werden sollen. Eine schöne Umschreibung und genaue, aber sehr positiv gefasste, Rede wird dazu dann geschrieben. Um diese Rede perfekt vortragen zu können müssen die Redner die Rede wirklich sehr gut kennen und wissen, wann sie welchen Wortschmuck anwenden können. Danach wird an der körperlichen Haltung gearbeitet. Ein Redner, der sein Publikum überzeugen will sollte zunächst durch ein selbstbewusstes Auftreten und einen starken Charakter überzeugen. Bricht der Redner vor dem Publikum fast zusammen, da er der Menschenmenge nicht gewachsen ist, so ist ein Antritt der Rede nicht mehr notwendig.

Das Ziel einer solchen rhetorischen Rede ist es, die Menschen zunächst von den erbrachten Argumenten zu überzeugen und ihre Meinung so umzustimmen oder zu bestärken, dass sie der eigenen Meinung angehören. Die Menschen müssen überzeugt werden und hierzu müssen handfeste Argumente erbracht werden. Danach sollen die Menschen erfreut sein über die gewonnene Erkenntnis, was dann in Rührung oder emotionale Bewegung übergeht.