Der Begriff Ballade ist abgeleitet vom lateinischen Wort ballare, was übersetzt tanzen bedeutet. Seit ca. 1200 n. Chr. wird das Wort deshalb benutzt, um mehrstrophig Tanzlieder zu beschreiben. Im Frankreich des Mittelalters (genau genommen in Südfrankreich) wurden einige Lieder als Ballade bezeichnet, die einen mehrzeiligen Refrain hatten.

In Deutschland hielt die Volksballade erst zwischen dem 14. und dem 15.Jahrhundert Einzug. Diese Form der Ballade bestand in der Regel aus heroischen Geschichten, die mündlich überliefert wurden. Ab dem späten 18. Jahrhundert (mit dem sogenannten Balladenjahr 1797) verwendete man den Begriff dann auch für ein mehrstrophiges Gedicht, das nach einer erlebnisreichen und aufregend erzählten Handlung auf einen pointierten Schluss hinausläuft.

Merkmale

Wie bereits erwähnt muss eine Ballade immer strophisch angeordnet und in Verse unterteilt sein. Sie ist meistens gereimt und besitzt einen Refrain. In ihr sind alle literarischen Gattungen vertreten, da man sowohl epische, lyrische als auch dramatische Bestandteile wiederfindet. In der Ballade stellt sich meistens ein fiktiver Charakter einem Problem, was gegen Ende des Werks zu einer finalen Auseinandersetzung führt.

Bekannteste Balladen

Bereits in jungen Jahren werden in der Schule Balladen abgefragt. Eine der wohl am meisten auswendig gelernten Werke dieser Art ist Der Zauberlehrling, der 1797 von Johann Wolfgang von Goethe im Zuge eines Wettstreits mit Fridrich Schiller verfasst wurde. Eben dieser Schiller hat ebenfalls bedeutende Balladen verfasst, von denen Der Handschuh und Die Bürgschaft wohl die bekanntesten sind. Neben Schiller und Goethe, dem mit Der Erlkönig ein weiterer Klassiker gelungen ist, verfassten aber auch noch weitere Dichter Balladen, die bis in die heutige Zeit geschätzt werden.

Theodor Fontane war einer dieser Dichter. Er hat mit Die Brück’ am Tey und Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland zwei Werke verfasst, die leider kaum noch Beachtung im heutigen Unterricht finden. Des Weiteren wäre noch Die Füße im Feuer von Conrad Ferdinand Meyer zu erwähnen, das seinen Leser bereits mit den ersten Versen in seinen Bann zieht und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.