Das Abendgymnasium entstand als Einrichtung für Berufstätige, die im Laufe ihrer Schulzeit die Abiturprüfung nicht abgelegt haben. Der Abschluss bietet eine große Anzahl an zusätzlichen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, wird aber vor allem deswegen nachträglich abgelegt, da er die einfachste Zugangsberechtigung zur Hochschule darstellt.

Das Abendgymnasium stellt eine besondere Form der Abendschule dar. Es bietet auf dem so genannten zweiten Bildungsweg die Chance, das Abitur nachzuholen (z.B. hier: SGD Fernkurs: Abitur). Im Gegensatz zu Real- oder Hauptschulen, die für den abendlichen Unterricht gedacht sind, bieten sie einen Abschluss, der den Zugang zu Universitäten und Fachhochschulen ermöglicht. Das Abitur ist gleichwertig mit dem des Gymnasiasten, der es nach 12 Jahren erwirbt – Hochschulen müssen allerdings einen gewissen Anteil an Absolventen einer Abendschule aufnehmen, was zusätzlich die Chancen erhöht, zu einem Studium angenommen zu werden.

Lernen für das Abendgymnasium

Lernen für das Abendgymnasium

Voraussetzung für die Anmeldung am Abendgymnasium ist in jedem Fall der Realschulabschluss. Er versichert dem Abendgymnasium, dass das nötige Wissen vorhanden ist, um die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen. Weitere Aufnahmekriterien unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Die meisten setzen allerdings eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine berufliche Tätigkeit voraus, die mindestens 3 Jahre lang ausgeführt wurde. Das Mindestalter für den Eintritt in ein Abendgymnasium beträgt in aller Regel 19 Jahre. Der Besuch ist bis auf die benötigten Unterrichtsmaterialien kostenlos.

Der Unterricht am Abendgymnasium findet abends statt und richtet sich nach Zeiten, zu denen die meisten fest Angestellten ihren Arbeitsplatz verlassen dürfen. Dadurch zieht sich der Unterricht nicht selten bis 21 oder 22 Uhr hin. Die meisten Abendgymnasien halten Montags bis Freitags Unterricht, das Wochenende ist unterrichtsfrei. Da nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht und davon ausgegangen werden muss, dass ein gewisser Anteil davon zur Wiederholung des Grundlagenwissens verwendet werden muss, dauert der Weg zum Abitur meist länger als die üblichen 2 Jahre des Gymnasiums. Es existieren mehrere Einstiegsmöglichkeiten – mit abgeschlossenem Realschulabschluss dauert der Weg zum Abitur in der Regel 3 Jahre.

Kurz und Knapp:

Was ist ein Abendgymnasium?

Das Abendgymnasium ist eine probate Möglichkeit, um sich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder eine Hochschulzugangsberechtigung zu sichern. Auf dem sogenannten Zweiten Bildungsweg wird das Abitur nachgeholt, was den Zugang zu Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht. Absolventen eines Abendgymnasiums haben dabei den Vorteil, dass Hochschulen einen Anteil an Absolventen von Abendschulen aufnehmen müssen, was die Chancen auf einen Studienplatz erhöht. Wer auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur nachholen will, muss über einen Realschulabschluss verfügen. Zudem gibt es noch weitere Aufnahmekriterien, die sich allerdings von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. In der Regel wird entweder eine dreijährige berufliche Tätigkeit vorausgesetzt oder aber eine abgeschlossene Berufsausbildung. Teilnehmer müssen dabei zumeist mindestens 19 Jahre alt sein.

Wie sieht der Unterricht am Abendgymnasium aus?

Um das Abendgymnasium erfolgreich abzuschließen, sind Durchhaltevermögen und Motivation gefragt. Der Unterrichtet findet montags bis freitags abends statt und kann sich bis zu 22 Uhr erstrecken. Die Schulzeit dauert länger als die zwei Jahre an Regelgymnasien, da ein Teil des Vorwissens zunächst wiederholt werden muss. Wer über einen Realschulabschluss verfügt, kann mit einer Dauer von drei Jahren bis zum Abitur rechnen. Allerdings gibt es verschiedene Einstiegsmöglichkeiten, die beim jeweiligen Bildungsträger erfragt werden können. Die Vorteile liegen jedoch auf der Hand: Teilnehmer verfügen nach erfolgreicher Abschlussprüfung über ein gleichwertiges Abitur wie Gymnasiasten und werden zudem noch mit Respekt belohnt, da der Weg über das Abendgymnasium mühselig ist und von einer hohen Motivation zeugt. Künftige Arbeitgeber begrüßen solche Bewerber deswegen in der Regel sehr.

Was kostet ein Abendgymnasium?

Der Besuch des Abendgymnasiums ist kostenfrei. Die erforderlichen Unterrichtsmaterialien müssen Teilnehmer jedoch selbst bezahlen. Es könnte sich allerdings lohnen, bei der Agentur für Arbeit oder beim aktuellen Arbeitgeber Unterstützung zu erfragen, da Weiterqualifizierung grundsätzlich begrüßt wird. Auch können die etwaigen Kosten von der Steuer abgesetzt werden.