Nicht nur ist das Abitur der höchste Schulabschluss in Deutschland, es berechtigt auch zur Aufnahme eines Studiums an einer deutschen Fachhochschule oder Universität. Das Abendgymnasium bietet Erwachsenen die Möglichkeit, auch Jahre nach Abschluss der eigentlichen Schule, das Abitur nachzuholen. An der Abendschule Abi machen ist berufsbegleitend möglich. Sie können also auch im Berufsleben stehend problemlos Ihr Abitur nachholen.

Die Unterrichtseinheiten an einer Abendschule finden, wie der Name schon sagt, meist in den Abendstunden statt. An den meisten Abendgymnasien wird an zwei bis drei Tagen in der Woche von 17.00 bis 21.30 Uhr unterrichtet. Die Klassen sind mit durchschnittlich 15 – 20 Schülern eher klein und bieten daher eine gute Lernatmosphäre. Allerdings besteht, auch wenn man an einer Abendschule Abi macht, allgemeine Anwesenheitspflicht.

Wenn man bereits über einen Realschulabschluss verfügt, dauert es in der Regel fünf bis sieben Semester an der Abendschule Abi zu machen. Beginnt man mit einem Hauptschulabschluss, erlangt man das Abitur nach etwa acht Semestern.

Obwohl die meisten Abendschulen staatlich gefördert und ihr Besuch daher kostenfrei ist, gibt es dennoch Aufnahmevoraussetzungen. Um an der Abendschule Abi machen zu können, müssen Sie mindestens 19 Jahre alt sein. Außerdem müssen Sie über einen Haupt- oder Realschulabschluss, sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mindestens drei Jahre berufliche Erfahrung verfügen. Als Schüler einer Abendschule sollten Sie ein gewisses Maß an Disziplin mitbringen. Vor allem wenn Sie berufsbegleitend an der Abendschule Abi machen wollen, geht Ihnen durch Unterrichtseinheiten und Hausaufgaben viel Freizeit verloren. Wenn Sie sich dessen bewusst sind, steht dem Abendstudium nichts mehr im Wege.

Um an einer Abendschule Abi machen zu können, müssen Sie sich zunächst bewerben. Die Bewerbungsunterlagen variieren von Abendschule zu Abendschule. Informieren Sie sich am besten persönlich bei der Abendschule Ihrer Wahl. Normalerweise werden Lebenslauf, Abschlusszeugnis der letzten Schule und ggf. Nachweis für eine Berufsausbildung verlangt.