Deutschland wird immer älter und damit steigt auch der Bedarf an pflegerischen Fachkräften, die neben der Beschäftigungstherapie und der Betreuung von alten Menschen auch erhaltende Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit durchführen. Dies ist besonders bei Demenzkranken der Fall. Nur durch aktivierende Tätigkeiten wie der Interaktion mit gleichgesinnten Menschen und dem gemeinsamen Singen und Spielen kann man die Merkfähigkeit von Demenzkranken solange wie möglich aufrechterhalten.

Prüfen, ob man geeignet ist

Sofern man es in Betracht zieht, eine Ausbildung im pflegerischen oder betreuenden Bereich zu absolvieren, sollte man sich persönlich fragen, ob man Spaß am Umgang mit älteren Menschen und Menschen mit einer Behinderung hat. Hinzu kommen Aufgaben wie das An- und Auskleiden von hilfebedürftigen Personen, die Körperpflege und das Zubereiten von Speisen.

Man sollte über eine große psychische und physische Belastbarkeit verfügen, denn die Menschen reagieren unterschiedlich auf alltägliche Dinge. Dies betrifft zum Beispiel auch Demenzkranke, bei denen man sich auf den jeweiligen Menschen sowie seine eigene Art konzentrieren muss.

Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung kann entweder in Vollzeit mit einer Dauer von drei Jahren oder in Teilzeit mit maximal fünf Jahren Dauer an Berufsfachschulen für Altenpflegeberufe durchgeführt werden. Der praktische Teil wird im Altenheim absolviert. Die Kernelemente der Ausbildung sind die Aufgaben und Konzepte des Altenpflegers, die Palliativpflege, die Gerontologie, die Arbeit mit Demenzkranken, das Verabreichen von Medikamenten und das Mitwirken bei ärztlichen Therapien.

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung können beispielsweise Weiterbildungen zum Lehrer für Pflegeberufe, als geprüfte Fachkraft für Gerontopsychiatrie oder auch ein Studium im Pflegebereich wahrgenommen werden. Hierbei genießen Weiterbildungen in vielen Fällen sogar eine staatliche Förderung.

Auch für Berufstätige aus anderen Tätigkeitsbereichen, die sich eine Beschäftigung im Pflegebereich vorstellen können, bietet eine Umschulung Altenpflege die Gelegenheit sich beruflich anders zu orientieren und Chancen hin zu erfolgreichen Zukunftsperspektiven zu ergreifen. – Schließlich werden aufgrund der enorm ansteigenden Lebenserwartungen immer mehr Pflegefachkräfte benötigt.

Berufliche Zukunftsaussichten

Die Aussichten für eine berufliche Zukunft als Altenpfleger beziehungsweise Altenpflegerin sind gut, denn es besteht, wie bereits erwähnt, ein erhöhter Bedarf an Fachkräften. Zudem ist es möglich, eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer zu starten. Diese dauert lediglich ein Jahr und kann wie die Vollausbildung im Dualen System durchlaufen werden. Des Weiteren kann man sich dank der oben genannten Weiterbildungsmöglichkeiten ebenso höher qualifizieren und seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Wer also neue berufliche Wege gehen möchte, sollte auch diesem Beruf eine Chance geben.