Eine berufsbegeleitende Ausbildung kommt für diejenigen infrage, die sich wegen einer Berufsausübung nicht einer Vollzeitausbildung widmen können oder wollen. Das Prinzip „lebenslanges Lernen“ ist längst keine hohle Phrase mehr, vielmehr ist es eine Leitlinie für die Berufsausübung und den persönlichen Alltag. Es gibt mehrere Möglichkeiten für eine berufsbegleitende Ausbildung. Deshalb heißt es, sich ausreichend zu informieren, welche Form die passende für einen ist. Neben der Abendschule und Fernstudienangeboten gibt es auch noch die Variante, eine Fort- und Weiterbildung mitzumachen.

Die berufsbegleitende Weiterbildung findet meist nach Feierabend statt

Die berufsbegleitende Weiterbildung findet meist nach Feierabend statt

An einer Abendschule können sich Erwerbstätige neben ihrem Beruf aus- und weiterbilden. Der Unterricht beziehungsweise die berufsbeglei- tende Ausbildung findet meist nach Feierabend abends sowie teilweise am Wochenende statt. Zu den Abendschulen werden beispielsweise Abendhauptschulen, -realschulen und -gymnasien gezählt. Hier geht es in erster Linie um das Nachholen von schulischen Abschlüssen. In Bildungsein- richtungen für die berufsbegleitende Ausbildung kann beispielsweise der Meistertitel erworben werden. Kursangebote an einer Technikerschule haben technische Abschlüsse zum Ziel. Auch die Volkshochschule kann man als Abendschule ansehen. Neben Angeboten für eine berufsbegleitende Ausbildung gibt es hier noch viele weitere, die mehr auf die persönlichen Interessen von Kursteilnehmern gerichtet sind.

Im Vergleich zu einem Vollzeitstudium studiert man im Rahmen eines Fernstudiums von zu Hause aus. Die Studieneinrichtungen übernehmen die Betreuung des Studierenden. Der Besuch von Pflichtveranstaltungen wie Vorlesungen und Seminaren findet entweder direkt nach Feierabend oder an den Wochenenden statt. Daneben gibt es als Möglichkeiten für eine berufsbegleitende Ausbildung das Tages-Studium sowie das Blockmodell. Studiert wird bei ersterem an zwei oder mehreren Wochentagen. Die Abende sind vorlesungsfrei. Beim Blockmodell wird zeitweilig Vollzeit gearbeitet und pro Semester zehn Wochen am Stück studiert. Zahlreiche Abschlüsse sind auch mittels Online-Studium erreichbar.Diese berufsbegleitende Ausbildung hat den Vorteil großer zeitlicher Unabhängigkeit. Seminare werden teilweise direkt via Internet geführt. Zu Klausuren und Prüfungen reist man an den Ort der Einrichtung.

Die berufsbegleitende Ausbildung wird von verschiedensten berufsbegleitenden Fortbildungsmöglichkeiten ergänzt. Diese Bildungsangebote erstrecken sich unter anderem auf den Computer- oder Handwerksbereich. Auch Sprachkurse oder -reisen gehören dazu. Volkshochschulensind hier eine gern gewählte Einrichtung. Eine Vielzahl berufsbegleitender Fortbildungen wird Arbeitnehmern von den eigenen Unternehmen selbst angeboten.

Jeder, der eine berufsbegleitende Ausbildung aufnehmen will, muss große Eigenständigkeit und Willenskraft aufbringen. Je nachdem, was das persönliche Ziel der Ausbildung ist, entscheidet man sich für eine bestimmte Lernform und Ausbildungsstätte. Zu den Klassikern der berufsbegleitenden Ausbildung zählen sicherlich Meisterschule, Betriebswirt und Fachwirt. Doch auch Heil-und Erziehungsberufe wie zum Beispiel Altenpfleger oder Erzieherin erfreuen sich großer Beliebtheit. Teilweise kann nur der theoretische Ausbildungsteil als berufsbegleitende Ausbildung im Fernstudium erfolgen.