Der Realschulabschluss (auch bekannt unter dem Begriff „Mittlere Reife“) befähigt zur Aufnahme einer Ausbildung. Weiterhin berechtigt der Realschulabschluss seinen Inhaber zum Besuch der der Sekundarstufe II (in der auf das Abitur hingeführt wird) und anderer höherer Schulen, beispielsweise die Berufsoberschule und die Fachoberschule. Meist müssen für den Besuch einer weiterführenden Schule jedoch auch andere Voraussetzungen bezüglich des Notendurchschnittes, Berufserfahrung und Praktika erfüllt sein.

Der Weg zum Realschulabschluss

Der Realschulabschluss kann im Anschluss an die Grundschule auf verschiedene Arten erworben werden. Der klassische Weg ist wohl der unmittelbare Besuch einer Realschule. Diese schließt nach insgesamt zehn Schuljahren mit der Erlangung der Mittleren Reife.
Seit geraumer Zeit kann der Realschulabschluss aber auch an der Hauptschule erworben werden – hier wurden die so genannten M-Züge eingeführt, die von besonders leistungsstarken Schülern besucht werden. Für sie endet die Hauptschule dann nicht nach neun sondern nach zehn Jahren Schulzeit. In dem zusätzlichen Schuljahr wird der Realschulabschluss erworben.
In einigen Bundesländern gibt es darüber hinaus die Wirtschaftsschulen. Wie der Name schon sagt, haben sich diese Schulen auf wirtschaftliche Fächer spezialisiert und schließen nach zehn Jahren mit dem Realschulabschluss ab – besonders geeignet sind Schüler dieser Schulform dann natürlich für Ausbildungen im wirtschaftlichen Bereich. Der Besuch einer solchen Schule sollte also wohl überlegt sein.
Ein weiterer Weg um einen Realschulabschluss zu erlangen sind Gesamtschulen – wer hier nach zehn Schuljahren abgeht, tut dies in der Regel mit der Mittleren Reife in der Tasche. Die Gesamtschulen sind jedoch nicht in allen Bundesländern gleichmäßig verbreitet. Nordrhein-Westfalen ist ein Vorreiter, während diese Schulform in Bayern eher rar gesäht ist.

Auch Gymnasiasten haben in der zehnten Jahrgangsstufe in der Regel die Möglichkeit sich der Prüfung für die Mittlere Reife zu unterziehen – das ist vor allem empfehlenswert wenn der Schüler das Abitur nicht (mehr) anstrebt und gleichzeitig stellt die Prüfung eine Sicherheit dar, falls es im weiteren Verlauf mit dem Abitur doch nicht klappt. In einigen Bundesländern ist das Übertrittszeugnis in die elfte Klasse allerdings auch ohne Prüfungen der Mittleren Reife gleichgestellt. Der Realschulabschluss wird auch als Fachoberschulreife bezeichnet.

Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um nach der Elementarstufe auf die entsprechenden Schulformen wechseln zu können, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und von Schulart zu Schulart stark. Im Idealfall sollten die Bedingungen an den beteiligten Schulen erfragt werden. Zumeist ist jedoch ein bestimmter Notendurchschnitt im Abgangszeugnis der Grundschule unabdingbar.