Es gibt zahlreiche Studiengänge, die mit der Fachhochschulreife studiert werden können. Mit der Fachhochschulreife kann man an Fachhochschulen, jedoch nicht an Universitäten studieren. Der Unterschied zwischen den beiden Einrichtungen liegt darin, dass die Fachhochschulen ursprünglich eher für die praxisbezogenen Fächer und die Universitäten eher für die theoretischen Lernmethoden geschaffen worden sind.

Lange Zeit war das auch so und ein Studium mit der Fachhochschulreife war dafür bekannt, besonders viel praxisbezogenen Unterricht anzubieten. Seitdem aber die beiden Abschlüsse Bachelor und Master eingeführt worden sind, hat sich das geändert, denn inzwischen bieten diese Praxisbezogenheit auch immer mehr Universitäten an. Zwar lässt sich der theoretische „Touch“ noch immer spüren, aber an vielen Unis ist diesbezüglich einiges in Bewegung. Dass sich das auf jeden Fall positiv auf die Vorbereitung auf das Berufsleben auswirkt, ist klar, denn vor allem die Praxis ist es, die die Studenten brauchen, um fit für den Alltag zu sein. Vor allem sollen immer mehr Praktika eingeführt werden, was an Fachhochschulen schon lange Gang und Gebe ist.

Was das Studium mit der Fachhochschulreife angeht, kann der angehende Student aus einer riesigen Palette an Angeboten wählen. Bekannte Studiengänge, die man mit der Fachhochschulreife belegen kann, sind zum Beispiel Soziale Arbeit, Architektur, Bau- und Immobilienmanagement, Angewandte Psychologie, Betriebswirtschaft, Biotechnik, Elektrotechnik, Eventmanagement, Heilpädagogik, Hotelmanagement, Informationswissenschaften, Journalistik, Marketing, Mechatronik, Pädagogik, Produktion, Sport, Tourismus oder Versicherungsmanagement. Dazu gibt es tausende weitere Arten von Studiengängen, die mit der Fachhochschulreife studiert werden können. Bei einigen anderen Studiengängen kann es aber auch durchaus nötig sein, noch sein volles Abitur nachzumachen, wenn man sie absolvieren will. Denn eine Menge Fachbereiche sind nur an einer Universität vorhanden, wo eine Fachhochschulreife nicht ausreicht. Dazu gehören zum Beispiel Medizin, Archäologie, einige Arten von BWL (Betriebswirtschaftslehre), alle Studiengänge auf Lehramt (wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Physik, Chemie… ), Ethik, Geographie, Geschichtswissenschaften, Kunstgeschichte oder Pharmazie und Philosopie. Wer nur die Fachhochschulreife erlangt hat, aber gerne einen Studiengang an der Universität belegen möchte, kann sich aber auch eine Alternative zum Studienfach an der Fachhochschule suchen. So gibt es dort zum Beispiel „Angewandte Psychologie“ statt „Psychologie“ oder „Medizin-Ökonomie“ statt „Medizin“. Man sollte sich genau informieren, ob nicht eine solche Alternative auch ausreicht, um im Wunschberuf zu arbeiten.