Obwohl in den letzten Jahren die Arbeitslosigkeit unter den Akademikern gestiegen ist, ist es immer noch eine gute Idee, ein Studium zu absolvieren. Letztendlich ist es immernoch die größte Chance, im Beruf später Erfolg zu haben und ein gutes Gehalt zu verdienen.

Dazu kommt auch, dass Menschen ohne ein Studium immer weniger Chancen auf einen wirklich guten Job haben. Zwar bieten auch Ausbildungen später gute Verdienstmöglichkeiten, jedoch sind die Einsatzgebiete oft sehr eingeschränkt. Um sich nach einer Ausbildung weiterzubilden, muss man oft noch zusätzliche Fortbildungen besuchen – ein Studium eröffnet einem von vorneherein ein größeres Spektrum an Möglichkeiten. Wer einmal seinen Bachelor oder sogar Master gemacht hat, kann innerhalb seines Berufsgebietes oft unter vielen Alternativen wählen und ist nicht eingeschränkt auf ein oder zwei Berufswege.

Neben den Vorteilen eines abgeschlossenen Hochschulstudiums ist auch die Studienzeit für viele sehr wichtig. Sie wird von vielen Studenten als ein sanfter Übergang ins Berufsleben beschrieben, während Auszubildende relativ schnell im harten Berufsalltag stehen. Die Studenten haben während des mehrjährigen Studiums Zeit für viele Dinge, die ihnen mehr Lebenserfahrungen bringen – Auslandsjahre oder Auslandssemester, vielleicht der Umzug in eine größere Stadt und vielleicht häufigere Jobwechsel, damit die Miete und der Lebensunterhalt bezahlt werden können. Sie haben in den Semesterferien noch Zeit für Partys, können viel Zeit mit Freunden verbringen und haben beim Studium die Möglichkeit, einige neue Leute kennenzulernen. Auch hilft ein Studium dabei, sich endgültig zu orientieren und es gibt genügend Zeit, seinen Berufswunsch zu überdenken und im Idealfall zu festigen. Praktika geben die Möglichkeit, auch die Praxis der gewählten Berufssparte kennenzulernen, und machen es leichter, sich später für den Teilbereich zu entscheiden, in dem man nach dem Studium arbeiten möchte. Je mehr Praktika gemacht werden, desto besser stehen später die Chancen bei den Bewerbungen und desto besser ist der Einblick, den man in die verschiedenen Sparten bekommen kann.

Natürlich muss man aufpassen, dass man sich nicht zu sehr an das „Lotterleben“ gewöhnt, das einige Studenten führen. Einige neigen dazu, ihr Studium ewig hinzuziehen, damit sie den Beginn des Arbeitsalltags möglichst weit nach hinten schieben können. Je länger man studiert, desto schwerer fällt es später einigen, den Sprung ins Arbeitsleben zu schaffen, denn oft verändert sich damit zwangsweise alles – der Freundeskreis, der Tagesablauf und die Wohnsituation.