Das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS), ist ein System, dass dafür sorgen soll, das die Leistungen von Studenten in Europa gleich bewertet werden. Dafür werden Credit Points für bestandene Kurse verteilt. Vorbild ist ein ähnliches System aus den USA und Kanada. Durchschnittlich erhält man pro Semester etwa 30 Credit Points, dabei soll ein Credit Point für circa 30 Arbeitsstunden stehen. Um ein Modul zu bestehen, welches 3 Credit Points besitzt, muss ein durchschnittlicher Student also normalerweise 90 Stunden für arbeiten. Diese Zeit enthält neben den Vorlesungszeiten auch die Vorbereitungszeit und die Nacharbeitungszeit, sowie die Lernzeit vor der Klausur.

Es gibt in diesem System auch Noten. Diese Noten muss man allerdings anders wahrnehmen als die bekannten Schulnoten. Zuerst werden die Studenten in zig Gruppen eingeteilt, eine Gruppe mit allen Studenten, die die Klausur bestanden haben und eine Gruppe mit allen Studenten, die die Klausur nicht bestanden haben. Bei der letzteren Gruppe gibt es dann noch zwei Einteilungen. Einmal die Note F, die aussagt, dass man nicht bestandenen hat und dabei noch große Fehler in der Klausur hatte. Dazu gibt es noch die Note FX, die aussagt, dass man nur relativ knapp durchgefallen ist. Bei den erfolgreichen Studenten gibt es fünf unterschiedliche Noten. Diese Noten sind nach den Buchstaben benannt, wobei A die beste Note ist und E die schlechteste. Die Note A erhalten die besten 10%, die Note B die danach besten 25%, die Note C die weiteren 30%, die Note D die darauffolgenden 25% und die Note E die schlechtesten 10%. Man kann also theoretisch mit einer guten Punktzahl trotzdem eine durchschnittliche Note bekommen, wenn der Kursdurchschnitt sehr gut ist. In Fällen in denen es keine Note gibt, wird die Note X für bestandene Prüfungen vergeben. Für die Anzahl der Credit Points ist die Note allerdings nicht von Bedeutung.