Der Start in das Berufsleben ist für den bisherigen Schüler ein buchstäblich neuer Lebensabschnitt. Der beziehungsweise dem Jugendlichen muss bewusst sein, dass jetzt die sogenannte Zugehörigkeit zum Erwachsenenleben beginnt. Die ist durchaus erstrebenswert, konnte jedoch während des Schulbesuches nicht so recht verwirklicht werden. Die Jugendlichen müssen sich nicht nur schulisch und wissensmäßig, sondern auch mental auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereiten. Das geschieht in vielfältiger Weise.

Gleichberechtigter Vertragspartner im Berufsleben

Ob Lehrling oder Auszubildender, ein Unterschied zwischen Schule und Berufsleben ist die Gleichberechtigung. Daraus ergeben sich für beide Seiten, also auch für den Jugendlichen, Rechte und Pflichten. Als Schüler hatte man überwiegend Pflichten, beginnend mit der Schulpflicht. Je nachdem, welche Schulform in welcher Klasse besucht worden ist, war der Schüler zum Schulbesuch gesetzlich verpflichtet. Zur Not sorgt der Gesetzgeber mit Polizei und Jugendamt dafür, dass die Schule regelmäßig besucht wird. Der Lehrer verteilt Aufgaben, er unterrichtet, kontrolliert und bewertet. Der Schüler muss weitgehend damit leben. Selbst wenn er Recht hat, wird es schwierig, gegenüber dem Lehrkörper Recht zu bekommen. Auf der anderen Seite wird der Schüler bewacht und behütet. Andere denken für ihn mit, sie entscheiden für ihn und schaffen ein schulisches Umfeld, in dem der Schulstoff vermittelt wird. Umgekehrt muss der jedoch aufgenommen, also gelernt werden. Das Ergebnis davon sind die Zensuren, auch Schulnoten genannt. Sie sind wiederum eine wichtige Voraussetzung für das sich an den Schulbesuch möglichst direkt anschließende Berufsleben. Dort muss der Schüler komplett umdenken. Er ist jetzt ein Vertragspartner. Mit seinem Lehrherrn als dem Arbeitgeber wird ein Vertrag, der Ausbildungsvertrag, abgeschlossen. Der beinhaltet ebenfalls Rechte sowie Pflichten und wird von beiden Seiten unterschrieben. Jeder von ihnen hat die vertragliche Pflicht, den Vertrag einzuhalten, zu beachten und zu erfüllen. Geschieht das nicht, dann hat das, wie es heißt, rechtliche Konsequenzen. Der Azubi kann durchaus gegen den Vertrag verstoßen. Anders als in der Schule, wo er in vergleichbarer Situation „bestraft wird“, aber weiterhin zur Klassengemeinschaft gehört, verliert er seinen Ausbildungsplatz. Das ist juristisch in Ordnung, schadet jedoch seinem beruflichen Werdegang sowie seinem gesellschaftlichen Standing. Der Jugendliche muss sich also überlegen und abwägen, was er tut, und wie er sich verhält.

Den Alltag selbst in die Hand nehmen

Im Berufsleben ist der Jugendliche auf sich allein gestellt. Er bekommt Hilfestellung dabei, was wie gemacht werden muss. Umsetzen muss er alles selbst. Das ist sehr wichtig, weil nur auf diese Weise Berufs- und Lebenserfahrung gesammelt werden können. Die Vorbereitung auf das Berufsleben beginnt mit dem professionellen Erstellen der Bewerbungsunterlagen. Das wird in der Schule gelehrt und geübt. Im Ergebnis muss die Bewerbung mit Lebenslauf, aktuellem Lichtbild, Anlagen und Begleitschreiben sowohl in Printform als auch online verfügbar sein. Eine Bewerbung muss jetzt, sozusagen auf Knopfdruck, jederzeit verschickt werden können. Das Bewerbungs- respektive Vorstellungsgespräch wird ebenfalls in der Schule geprobt, und mit der Unterzeichnung des Lehrvertrages beginnt der berufliche Ernst des Lebens. Denn jetzt werden Unterlagen und Informationen erwartet, die der Berufseinsteiger beibringen muss. Er benötigt ein eigenes Girokonto als Gehaltskonto. Beim Rentenversicherungsträger muss eine Versicherungsnummer, und bei der örtlichen Gemeinde eine Lohnsteuerkarte beantragt werden. Ferner gilt es, die richtige gesetzliche Krankenkasse mit der dazugehörigen Pflegekasse auszuwählen.

Verträge prüfen und abschließen

In diesem Stadium sind auch die ersten Vertragsabschlüsse erforderlich. Der Berufsneuling sollte eine private Unfallversicherung abschließen. Sie ergänzt den Unfallversicherungsschutz, der während der Berufsausübung von Gesetzes wegen durch seinen Arbeitgeber garantiert ist. Ebenso wichtig ist bereits in diesem Stadium der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, der BU-Versicherung. Sie ist eine Vorsorge für den Fall, dass bedingt durch den Berufsunfall ein finanzieller Schaden entsteht. Der wird durch eine dauerhafte BU-Rente zumindest teilweise ausgeglichen. Und auch über eine Rechtsschutzversicherung sollte schon jetzt nachgedacht werden. Sie wird bausteinartig zusammengestellt, bis hin zu einem späteren Rundumschutz für alle Lebenslagen. Momentan sollte sie den Arbeits-, den Verkehrs- sowie den Schadensersatzrechtsschutz beinhalten. Der Arbeits- oder Lehrvertrag ist üblicherweise ein Standardvertrag, der von der Berufsinnung oder von der IHK, der Industrie- und Handelskammer inhaltlich vorgegeben wird. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dieser Grundsatz gilt ab jetzt für den Berufsanfänger in allen Vertragsfragen. Jeder muss im heutigen Dschungel der Versicherungen selbst nachrechnen was sich für ihn lohnt. Als ein gleichberechtigter Vertragspartner ist er auf sich gestellt und für sich verantwortlich. Fehler oder Fehlentscheidungen muss er selbst verantworten. Ein Gegencheck des Vertrages bei der IHK kann nicht nur nicht schaden, sondern er schafft Sicherheit im Umgang mit Verträgen und dem Lehrherrn. Zu all diesen Notwendigkeiten fehlen dem Jugendlichen Wissen und Erfahrung. Das ist normal und gar nicht schlimm. Er muss in diesen Monaten und Jahren durch seine Erzieher fürsorglich und wohlwollend an die einzelnen Themen herangeführt und mit ihnen vertraut gemacht werden. Learning by Doing lautet die Devise. In der Schule sowie während der praktischen Lehre muss aufgepasst und genauestens hingehört werden. Für den Berufsanfänger gibt es jeden Tag etwas Neues zu sehen und zu lernen.

Versicherungen werden zum ständigen Lebensbegleiter

Jede Versicherung ist der Schutz gegen ein einzelnes Risiko. Ohne Versicherungen ist ein in die heutige Gesellschaft eingebundenes Leben nicht möglich. Jeder sollte sich schon in jungen Jahren mit dem Thema Versicherungen befassen. Zu ihnen gehören gesetzliche Pflichtversicherungen sowie eine Vielzahl an freiwilligen Versicherungen, die abgeschlossen werden sollen, können, oder auch überflüssig sind. Bei der Menge und Vielfalt an Versicherungen muss darauf geachtet werden, ein Doppel- oder Mehrfachversichern zu vermeiden. Versicherungen wie die Unfall- oder die BU-Versicherung sind jedoch im privaten wie im beruflichen Alltag unentbehrlich. Unter www.berufsunfaehigkeitsversicherung-test-vergleich.com/ lohnt es sich, die Angebote der dortigen Versicherer miteinander, sowie deren Tarife untereinander zu vergleichen.