Wer eine MTA-Ausbildung machen möchte, muss sich zunächst entscheiden, welche Richtung er dabei einschlagen möchte. MTA bedeutet erst einmal „medizinisch-technischer Assistent“. Es gibt dazu noch fünf Fachrichtungen, die man wählen kann: Funktionsdiagnostik, Nuklearmedizin, Laboratoriumsassitenz, Veterinärmedizin oder Radiologieassitenz.

Im Bereich Funktionsdiagnostik arbeitet der Assitent daran, Krankheitsherde bei Patienten zu messen und deren gesundheitlichen Leistungen zu beurteilen. Dabei könnte es zum Beispiel um Epilepsie, die Ermittlung des Hörvermögens, um Bewertung der Herz-Kreislauf-Funktionen oder um Erkankungen der Lunge, Atemwege und Allergien gehen, in denen der Patient geprüft und beraten wird. Als MTAF – Medizinisch-technischer Assistent für Funktiondiagnostik – muss man viel Feingefühl, aber auch technisches Know-How mitbringen. Im Bereich Nuklearmedizin führt der MTAN (Medizinisch-technischer Assistent für Nuklearmedizin) Untersuchungen durch, es werden dem Patienten zum Beispiel kleine Mengen radioaktiver Substanzen verabreicht oder die Behandlung von Krebs und der Strahlentherapie wird von ihnen mit überwacht. Die so genannten MTLA (Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistenten) arbeiten in Labors. Dort analysieren sie zum Beispiel das Blutbild oder bereiten Gewebe für eine Untersuchung vor. Ein MTLA muss sich besonders gut mit Zellstrukturen auskennen. Wer eine MTA-Ausbildung zum MTRA (Medizinisch-technischer Radiologieassistent) macht, kann später unter anderem Röntgenbilder anfertigen, Strahlentherapien begleiten und ist für Strahlenschutz zuständig. Die letzte mögliche MTA Ausbildung ist die Ausbildung zum VMTA, Verterinärmedizinisch-technischem Assistenten. Dieser untersucht vor allem das Gewebe von Tieren und ist auf Nahrungsmittelanalysen spezialisiert.

Für alle MTA-Ausbildungen gilt, dass man auf jeden Fall Interesse an sozial-beratenden und organisatorischen und prüfenden Tätigkeiten haben sollte. Die MTA-Ausbildung bietet eine gute Mischung aus angewandter Theorie und Praxis, die so zu einem stets interessanten Arbeitsablauf wird. Wer sich für diese Ausbildungsmöglichkeit begeistert, muss sich außerdem auf einiges Lernen einstellen, denn viele Inhalte sind sehr komplex und nicht auf Anhieb zu verstehen. Disziplin und Durchhaltevermögen ist also bei der MTA-Ausbildung unbedingt notwendig.

Egal, für welche MTA-Ausbildung man sich entscheidet, alle Richtungen erfordern eine dreijährige intensive Ausbildung. Die Mindestanforderung dafür ist der abgeschlossene Realschulabschluss. Wer diesen nicht hat, hätte zum Beispiel die Möglichkeit, den Abschluss neben der Arbeit an einer Abendschule nachzuholen. Dies ist eine tolle Möglichkeit, um nicht vor der MTA-Ausbildung wieder Vollzeit die Schulbank drücken zu müssen.