Das Duale Studium, auch Hamburger Modell genannt, hat sich in den letzten Jahren vor allem für Fachbetriebe zu einer ernsthaften Alternative auf der Suche nach qualifizierten Bewerbern entwickelt. Besonders für junge Menschen ist eine Ausbildung dieser Art beliebt – immerhin werden so viele Nachteile von normalen Ausbildungen zerstreut. 

Das Duale Studium – was beachtet werden muss

Ein Grund für die Beliebtheit des dualen Studiums, ist die Tatsache, dass sowohl Unternehmen wie auch Bewerber profitieren. Für die Auszubildenden ermöglicht diese Studienart eine finanzielle Absicherung, bei der sie trotzdem einen akademischen Abschluss erhalten, während die Unternehmen von Beginn an auf eine Fachkraft zurückgreifen können. Im Gegensatz zu einem normalen Studium fällt also der Faktor Nebenjob weg – die finanzielle Basis ist gesichert. Dafür nimmt man auch hin, dass einige Freiheiten des normalen Studiums nicht ausgelebt werden können. So ist beispielsweise ein Praktikum in einer anderen Firma nicht möglich und auch Auslandsaufenthalte, egal ob in Form eines Praktikums oder eines Auslanfssemesters, gestalten sich während der Ausbildungszeit schwieriger. Wenn das Unternehmen oder die Berufsakademie keinen Nutzen darin sieht oder den Aufenthalt als zu zeitaufwendig empfindet, kann ein derartiges Vorhaben schnell abgelehnt werden.

Ebenso muss das während der Studienzeit oft ausgelebte Party- und Nachtleben eingeschränkt werden, schließlich hat man mehr Pflichten als ein „normaler“ Student. Teilnehmer derartiger dualer Ausbildungen stehen unter enormem Stress und müssen die Anforderungen von Studium und praktischer Ausbildung in erheblich kürzerer Zeit erledigen.

Anstrengend, aber lohnend

Wer zum Beispiel bei der Adler Vertriebs GmbH & Co. Werbegeschenke KG eine solche berufsbegleitende Ausbildung absolviert, erhält seine praktische und theoretische Ausbildung innerhalb von drei Jahren. In dieser Zeit gibt es einen praktischen und einen theoretischen Abschluss. Dafür, dass die Bewerber in dieser Zeit auf viele Freiheiten verzichten müssen, erhalten sie jedoch nicht nur eine gute finanzielle Entlohnung durch den Betrieb, sondern auch eine der besten Formen der qualifizierten Ausbildung in Deutschland. Sicherlich eine anstrengende, aber sehr lohnende Zeit, die einen guten Einstieg ins Berufsleben sichert.

Zukunftsperspektiven für Absolventen

Die beruflichen Chancen, die sich nach Abschluss einer derartigen Ausbildung ergeben, sind überaus hoch. Die Absolventen verfügen nach Ende dieser Kombinationsausbildung schließlich nicht nur über praktische Erfahrungen, die Hochschulstudenten in vielen Studiengängen fehlen, sie beenden die Lehrzeit zusätzlich mit zwei Abschlüssen.

Auch die Chancen auf Übernahme im Ausbildungsbetrieb nach Beendigung der Lehre stehen in den meisten Fällen gut. Die Firmen begleiten die Studierenden über die gesamte Ausbildungszeit, können also Dinge wie Leistungsbereitschaft oder die Herangehensweise an Probleme schon vor einer Festanstellung des Absolventen einschätzen.