Zeit und Raum spielen im e-learning keine große Rolle: Eine riesige Chance für viele Menschen!

E-Learning umgibt den Internetnutzer ständig. Wir lernen online und offline mehr und mehr dazu, ob wir nun aktiv dazu beitragen, uns in einem Interessenbereich selbstständig weiterzubilden. Oder ob wir im Rahmen einer institutionellen Einrichtung durch moderne Medien unterstützend lernen. E-Learning wird traditionelle Bildungsformen früher oder später ablösen – behaupten Befürworter. Später erfährst du, wie viel Potential tatsächlich in den Lernmethoden des 21. Jahrhunderts steckt und inwiefern das Lernen über elektronische Medien überhaupt funktioniert.

Was ist E-Learning?

Ich bin mir sicher, jeder von uns hat bereits die unendlichen Weiten des Internets nach Lösungen zu Fragen durchstöbert, die uns auf dem Herzen lagen. Und im Prinzip bist du genau in diesem Moment ein E-Learner, denn du bildest dich weiter, durch das Lesen dieses Textes im Internet.

Das elektronisch unterstützte Lernen kann jedoch viel weiter konkretisiert werden. So gibt es speziell für elektronisch Lernende entwickelte Programme und Kurse, Simulationen und eine ganze Menge mehr Lehrmittel, die es ermöglichen, fernab von einer Lehrkraft Wissen zu vermitteln.

Das Internet ist gewissermaßen die größte Bibliothek der Welt – allerdings hat sie keinen Filter. Lässt du dich also auf eigene Faust auf Lehrmittel ein, besteht keine Garantie, dass sie dir wirklich beim Lernen helfen oder überhaupt das richtige Wissen vermitteln. Elektronisch unterstütztes Lernen einhergehend mit traditionellem Lernen, etwa in der Schule kann da schon – wie Studien offenlegen – weitaus vielversprechender sein.

Das wischende Klassenzimmer

Das wischende Klassenzimmer – so die Überschrift eines Artikels der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Lehrer loben die frischen Lernmethoden, so würden sie Möglichkeiten bieten, den Schülern Lernstoff zu übermitteln, der mit Büchern, Tafel und gesprochenem Wort nicht rüberzubringen wäre. In einigen deutschen Klassen ersetzt das IPad fast alles, was sich normalerweise in einer gewöhnlichen Schultasche findet – Bücher, Zettel, Stifte. Laut der University of London würde der Einsatz dieser frischen Lernmethoden, die Lernbereitschaft erhöhen, dennoch zögert Deutschland, die Schülerzahl, die unterstützend mit Tablets lernt, wachsen zu lassen.

Für Schüler mit Schwächen in Unterrichtsfächern gibt es zudem diverse Nachhilfeangebote, mit mehr oder weniger Umfang, für gar kein, aber auch viel Geld. Wer auf der Suche nach Lernlücken-Füllern ist, wird allemal fündig werden. Außerdem kennt sicher jeder von uns die Internet-Plattformen, welche sehr jungen Kindern durch Spiele mit Unterhaltungsfaktor erste Schulinhalte vermitteln sollen.

Nicht nur in der Schule findet E-Learning Anwendung

Menschen, die ständig Informationen konsumieren, um progressiv arbeiten zu können, greifen besonders gerne auf neue Lernmethoden zurück. Sie sind leicht zugänglich und können Orts- und Zeitunabhängig genutzt werden. So sind gerade Menschen, die eine Selbständigkeit anstreben an Wissen interessiert, das am besten durch andere erfolgreiche Menschen in ihrem Markt weitergegeben wird und auf den üblichen Bildungswegen eher selten zur Ansprache kommt.

Besonders für diese Menschen eignen sich Kurse für spezielle Bereiche und Industrien, die Schritt für Schritt vermitteln, was zu tun ist, um ein gewähltes Ziel zu erreichen. Solche Kurse sind oftmals ansprechender gestaltet und weitaus motivierender, als ein Lehrgang. Und häufig sind diese Kurse von Menschen entwickelt, die einen weiter ausgebauten Erfahrungsschatz und praktischen Hintergrund besitzen. Nicht zuletzt ist der Markt für Online-Kurse groß und die Wahl ganz bei dir.

Doch nicht nur Selbständige profitieren von den zahllosen Lehrangeboten. In großen Betrieben macht es sich bezahlt, die Mitarbeiter statt zu einer Trainingsveranstaltung im Jahr, mit Lehrprogrammen über einen längeren Zeitraum zu schulen. Dafür gibt es spezielle Angebote mit Videoschulungen, die in den Arbeitsalltag integriert werden.

Selbstbildung liegt im Trend

Ein Selbststudium findet im Hobby-Bereich ebenso großen Anklang. Wer früher Bücher zum Gitarre Lernen kaufte, der tippt heute bloß in die Suchleiste. Dabei findet er nicht nur Text und Veranschaulichungen, sondern noch dazu einen Lehrer, der mit dem vor dem Bildschirm Sitzenden spricht, welcher gleichzeitig sieht, was der Lehrer tut und hört, wie der Song sich richtig gespielt anzuhören hat.

Zeit und Raum spielen im e-learning keine große Rolle: Eine riesige Chance für viele Menschen!

Zeit und Raum spielen im e-learning keine große Rolle: Eine riesige Chance für viele Menschen!

Fast jede Kunstform und jedes Hobby kannst du dir in unserer Zeit per Selbstbildung aneignen oft mittels sog. Totorials auf YouTube. Vom Zeichner bis zum Boxer, E-Learning kann eine Menge!

Auch eine Art des elektronisch unterstützten Lernen ist beispielsweise das Training angehender Piloten in Flugsimulatoren. Da es ökonomisch und sicherheitsbedingt schlicht nicht vertretbar wäre, einen Anfänger ein echtes Flugzeug fliegen zu lassen, kann er die nötigen Fähigkeiten für seinen ersten echten Flug in einem Flugsimulator erwerben. Ähnlich funktioniert das Lernen in modernen Fahrschulen. Fahrschüler werden begleitet durch Software und Internet-Apps, die Situationen nachspielen und nach multiple choice Aufgaben Antworten geben müssen, die sie auf die ersten praktischen Fahrstunden vorbereiten.

Des Weiteren gelten Videokonferenzen als Ableger des elektronisch unterstützten Lernens. Sie kommen ebenso ohne die physische Präsenz eines Lehrers aus und vermitteln neben dem Gesprochenen Mimik und Gestik – ein echtes Gespräch, theoretisch mit Gesprächspartnern auf der anderen Hälfte des Erdballs.

E-Learning – die besten Methoden

Da elektronisch unterstütztes Lernen vorwiegend im Internet stattfindet, sollten wir uns mit zugänglichen Methoden beschäftigen, die das Internet den Lernenden bietet. Die Wahl der Lernenden fällt meist auf schlichtes Web Based Training.

Web Based Training umschließt Informationsquellen, die nicht auf Datenträgern befindlich, sondern von Servern abrufbar sind. Also im Internet oder Intranet gefunden werden. Web Based Training bezeichnet die Nutzung von E-Mail, News, Chats und Diskussionsforen.

Gleich darauf folgt Computer Based Training. Dieses Training kommt in den meisten Fällen ohne Internetzugang aus. Es ist ein in sich abgeschlossenes System, das Lernenden das Lernen ermöglicht, wo kein Internetzugang vorhanden ist. So macht sich Computer Based Training gut in Entwicklungsländern. Aber auch dort, wo ein Internetzugang aus datenrechtlichen Gründen nicht ermöglicht werden kann. Das schließt beispielsweise Grundschulen mit ein. Vorwiegend bietet es sich zum Erlernen von Sprachen an. Kinderlernprogramme sind häufig ebenso offline zugänglich und für betriebsinterne Nutzung ist es genauso geeignet.

Wird E-Learning in Klassenräumen angewandt, dann nennt es sich blended learning. Eine Form des Lernens, die traditionellen Unterricht und seine Vorzüge mit den Möglichkeiten elektronischer Lernmittel im besten Maße verbindet und die Kombination zu einer sehr effektiven Lernmethode macht.

Listenabschließend finden sich Podcasts und Videocasts. Podcasts als lediglich auditive Informationsquelle unterliegen im Vergleich ganz klar dem Videopodcast, welcher auch visuell vermitteln kann.

Vor- und Nachteile des E-Learnings

Den größten Vorteil stellt vermutlich der ökonomische Faktor dar. Für die Erstellung eines Programms für eine gesamte Generation und folgende bedarf es lediglich einer einmaligen Entwicklung.

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt ist der, dass einige, vor allem junge Menschen bereits an das Lernen und Recherchieren am Computer gewöhnt sind. Sie lernen ganz einfach besser an Geräten.

Wird der Wert betrachtet, den Simulationen beispielsweise bei der Ausbildung von Piloten haben, dann ist dies ein nicht wegzudenkender Vorteil des elektronisch unterstützten Lernens.

Für viele Menschen ist eine Ortsgebundenheit aus Gründen des Jobs oder der Lebensweise nicht möglich. Gerade hier macht sich E-Learning bezahlt, denn es kann immer und überall gepaukt werden.

Ein signifikanter Nachteil ist definitiv die unbestreitbare variierende Verbundenheit, verschiedener Altersgruppen zu technischen Hilfsmitteln. So wird es nicht jedem gleich leicht fallen, das Computer Based Learning-System zu nutzen. Außerdem ist das Lernen von einem Bildschirm nur für wenige ein angenehmeres Unterfangen.

Zudem fehlt der pädagogische Aspekt, den die traditionellen Lernmethoden durch einen Lehrer von Natur aus integriert haben.

Zu guter Letzt spielt die Selbstdisziplin eine entscheidende Rolle, sollte wirklich weitestgehend durch Selbstbildung gelernt werden. Nicht jeder ist in der Lage, sich an den Computer zu setzen und zu lernen. Ohne  dabei Druck von außen zu bekommen.