Immer mehr Menschen interessieren sich für ein Studium des Eventmanagements. In diesem lernen die Studenten, wie große Veranstaltungen und Ereignisse geplant und organisiert werden. Dafür werden Konzepte für die Events erstellt und in der Praxis umgesetzt. Entsprechend ist für dieses Studium ein hoher Grad an Kreativität und Wirtschaftlichkeit notwendig.

Wo kann man Eventmanagement studieren?

Eventmanagement kann man sowohl an einer Universität als auch an einer Fachhochschule studieren. Hierbei werden jedoch die meisten Studiengänge von Fachhochschulen angeboten und die wenigen Studiengänge an Universitäten besitzen deutlich höhere Zugangsvoraussetzungen als jene der Fachhochschulen. Da lediglich Bewerber das Studium aufnehmen dürfen, die ebenfalls über ein Abitur verfügen, werden die Universitäten als höchste Bildungseinrichtung betrachtet. Auch die späteren Berufsaussichten sind bei einem Studium an einer Universität deutlich besser, da den Absolventen sowohl ein Masterstudium, eine Promotion als auch ein vereinfachter Berufseinstieg ermöglicht wird.

Es gibt jedoch auch einige Situationen, in denen sich ein Studium an einer der vielen Fachhochschulen anbieten kann. So besteht der größte Unterschied beider Studiengänge in der grundsätzlichen Ausrichtung des Studiums. An Universitäten werden den Studenten die theoretischen Grundlagen gelehrt, sodass sie allgemein auf jede erdenkliche Situation vorbereitet werden. Dadurch bleiben die Studenten flexibel und können sich auch während des Studiums noch für eine andere Spezialisierung entscheiden. Auf einer Fachhochschule hingegen besitzt das Studium einen deutlich höheren Praxisbezug und bereitet Studenten besser auf reelle Alltagssituationen in der Wirtschaft vor.

Eventmanagement ist Teamarbeit!

Eventmanagement ist Teamarbeit!

Die beliebtesten Studienstandorte für ein Eventmanagement-Studium sind:

Was beinhaltet der Studiengang „Eventmanagement“?

Inhaltlich geht das Studium des Eventmanagements weit über das Organisieren von unterschiedlichen Veranstaltungen hinaus. Es ist breit gefächert und vermittelt vor allem wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse. So sind BWL, Marketing, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensführung feste Bestandteile eines jeden Grundstudiums im Bereich des Eventmanagements.

Darüber hinaus bietet sich Studenten für gewöhnlich eine ausgezeichnete Möglichkeit, eine Fremdsprache zu erlernen. Dadurch kann das Studium international ausgerichtet werden, um die beruflichen Perspektiven im Ausland stark zu verbessern. In der Regel beschäftigen sich die Studenten hierbei mit den Sprachen Englisch, Spanisch und Russisch. Vereinzelt können aber auch abhängig vom Angebot der Hochschule exotische Sprachen wie Chinesisch, Japanisch oder Serbisch gewählt werden.

Im späteren Verlauf des Studiums schließen sich fachspezifische Kurse an. Hier werden den Studenten tiefe Kenntnisse der Veranstaltungskalkulation sowie der branchenspezifischen Rechtslehre vermittelt. Darüber hinaus trainieren sie auch den Umgang mit spezieller Software, die von Vertretern aus der Wirtschaft häufig verwendet wird. In der Regel bieten die Universitäten und Fachhochschulen zahlreiche Veranstaltungen an, in denen die Studenten ihre Soft Skills verbessern können. Dadurch werden sie ebenfalls in Sachen Rhetorik, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit optimal auf ihre berufliche Laufbahn vorbereitet.

Den Kern des Studiums des Eventmanagements stellen in der Regel die folgenden Fächer dar:

  • Medientheorie
  • Medienwirtschaft
  • Eventkommunikation
  • Werbung
  • Etatplanung
  • Eventdesign
  • Methoden der Eventforschung
  • Finanzierung
  • Controlling.

Neben den zahlreichen verpflichtenden Veranstaltungen dürfen die Studenten zwischen mehreren Vertiefungsmöglichkeiten wählen, um ihr Studienprofil zu stärken. Beispielsweise können sich die angehenden Eventmanager auf Kongress- und Messemanagement spezialisieren oder sich tiefer mit Sportmanagement beschäftigen. Ein weiteres, äußerst beliebtes Spezialisierungsgebiet stellt das Leisure Management dar. Viele Universitäten bieten ergänzend ebenfalls eine Fächerkombination aus Eventmanagement und Medienmanagement oder Tourismusmanagement an, um die Studenten auf häufige Themenkombinationen der Wirtschaft vorzubereiten.

 

Hat Eventmanagement als Beruf  Zukunftschancen?

Das Studium des Eventmanagements gewann in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit. Aus diesem Grund kam es vermehrt zu Studenten dieses Fachgebietes und letztlich zu deutlich mehr Absolventen als in den Vorjahren. Durch diese Entwicklung wurde in den letzten Jahren der Konkurrenzkampf zwischen den Eventmanagern sehr stark angeheizt, sodass die beruflichen Perspektiven von Jahr zu Jahr schlechter werden. Aufgrund einer stetig steigenden Nachfrage in der Wirtschaft, im Sport und in der Kultur haben es Absolventen dieses Studiengangs jedoch derzeit noch nicht schwer, eine Anstellung zu finden. Dennoch wird die wachsende Konkurrenz vor allem für Studienanfänger spürbar, da Arbeitgeber immer häufiger mehrjährige Praxiserfahrung voraussetzen.

Absolventen dieses Studiengangs stehen jedoch sehr viele Wege offen. Die Möglichkeiten mit diesem Abschluss sind überaus vielfältig. Beispielsweise können Eventmanager sowohl für Hotels als auch für Veranstaltungsagenturen arbeiten. Auch Messezentren und Unternehmen aus dem Tourismussektor beschäftigen gern Absolventen dieses Studiengangs. Vor allem in den letzten Jahren haben sich jedoch zahlreiche Chancen in Unternehmen anderer Branchen gebildet, da insbesondere größere Unternehmen innerhalb ihrer Marketingabteilung eine Unterabteilung für Veranstaltungsorganisation eingerichtet haben. So finden Eventmanager häufig eine Anstellung in einem der folgenden Bereiche:

 

  • Reisveranstalter
  • Hotellerie
  • Gastronomie
  • Kulturveranstalter
  • Sportveranstalter
  • Stadtmarketing

Die besten Zukunftschancen liegen für Eventmanager jedoch in der Selbstständigkeit. Hierbei können sich die Eventmanager auf eine bestimmte Veranstaltungsart spezialisieren, für die sie ein besonders Talent besitzen. Nahezu jede größere Veranstaltung bedarf einer umfassenden Planung und Koordination, weshalb sich für jeden Veranstaltungstyp eine eigene Nachfrage bildet. So sind beispielsweise Hochzeitsplaner, Stadtfest-Manager und Party-Organisatoren nachgefragter denn je. Deshalb ist es mit der passenden Marketingstrategie in dieser Branche einfacher, eine erfolgreiche Selbstständigkeit aufzubauen, als in jeder anderen Branche. Durchschnittlich verdienen jedoch Angestellte wie auch selbstständige Eventmanager zwischen 2.900 € und 3.700 € im Monat.

 

Worauf muss man sich bei Eventmanagement als Studiengang einstellen?

Das Studium des Eventmanagements kann an vielen Universitäten und Fachhochschulen sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester begonnen werden. Hierbei sollte man sich auf eine Regelstudienzeit von sechs Semestern einstellen. Aufgrund von Zulassungsbeschränkungen und limitierten Sitzplätzen ist jedoch mit einer durchschnittlichen Studiendauer von ca. acht Semestern zu rechnen. Daran schließt sich ein interdisziplinärer Masterstudiengang an, der ca. vier Semester dauert.

In diesen vier bis fünf Jahren werden vor allem reguläre Vorlesungen besucht, in denen die wesentlichen Kenntnisse dieses Fachgebietes sowie sämtliche Grundlagen vermittelt werden. Darüber hinaus werden in der Regel weitere Projektveranstaltungen angeboten, in denen die Studenten gemeinsam in Gruppen einen bestimmten Sachverhalt erarbeiten. Meist beschäftigen sich die Studenten während der Basismodule ausschließlich mit fiktiven Fällen und kommen erst in höheren Semestern mit echten Kunden zusammen. Dadurch können bereits während des Studiums wertvolle Kontakte zu wichtigen Vertretern der Branche und potentiellen Kunden aufgebaut werden.

Die meisten Studenten erwartet während ihres Studiums ein mehrmonatiges Praktikum. Dieses zu finden erweist sich in den meisten Fällen ohne Berufserfahrung als äußerst schwierig, weshalb das lokale Alumninetzwerk eine hilfreiche Anlaufstation ist. Teilweise werden ebenfalls Auslandssemester oder ein Auslandspraktikum gefordert, die jedoch fest in den Studienplan integriert sind und dadurch keine Verlängerung des Studiums darstellen. Das Ende eines jeden Studiums stellt die Bachelorarbeit dar. Nach dieser erhalten die Studenten den akademischen Grad Bachelor of Arts und sind bestens auf den Berufseinstieg vorbereitet. Wer sich jedoch noch weiter spezialisieren möchte, der kann seine Kenntnisse in einem spezialisierten Masterstudium vertiefen und dadurch seine beruflichen Perspektiven weiter verbessern.

 

Bildquelle: Bigstock