Moderne Unternehmensführungen basieren auf klugen Erkenntnissen und durchdachten Entscheidungen. Die Fähigkeit zu haben, herkömmliche Denkmuster mit neuen Gegebenheiten in Einklang zu bringen, und Führung so zu verstehen, dass sie konstruktive Selbstkritik für unerlässlich hält, macht die Führungskraft erst zu einer kompetenten Führungspersönlichkeit. Wer unantastbare Führungskunst zu seinem Markenzeichen macht, hat moderne Führung nicht begriffen. Das beinhaltet selbstredend den respektvollen Umgang mit weiblichen Führungskräften und -persönlichkeiten.

Das haben sich auch die Industrie- und Handelskammer aus Rheinhessen (IHK) und das Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gedacht, als sie das ‚Entwicklungsprogramm und Führungskräftequalifizierung respektive das Stärken und Fördern von Unternehmen und weiblicher Nachwuchskräfte’ ins Leben gerufen haben. Im Mittelpunkt dieses Entwicklungsprogramms steht die Gestaltung von betrieblichen Veränderungsprozessen. Die Komplexität ständig wechselnder Führungssituationen erfordert zeitgemäße Antworten in ebenso zeitgemäßem Führungsstil. Darüber hinaus wurden branchenübergreifende Netzwerk-Dialoge organisiert, bei denen sich Unternehmensleitungen in den brennenden Fragen aktueller Personalentwicklung austauschen konnten.

An gut ausgebildeten Frauen geht kein Weg vorbei

Führungsqualitäten unterliegen branchenunabhängig feststehenden Prämissen. Sie berühren zwar die fachliche Kompetenz, werden aber nicht ausschließlich von ihr bestimmt. In der Förderung des Führungsnachwuchses von Frauen müssen die Finger genau in diese Wunde gelegt werden. Wenn Schulungen und Qualifizierungen Führungskompetenz steigern, sind Wertschätzung, Respekt und Akzeptanz tragende Säulen erfolgreicher Systemstrukturen. Die Gleichstellung von Frauen in Führungsetagen haben viele männliche Pendants noch nicht erreicht und schon gar nicht verinnerlicht. Umso wichtiger sind Entwicklungsprogramme und Führungskräftequalifizierungen wie die in Rheinland Pfalz.

Die Herausforderungen von weiblichen Führungskräften in kleinen und mittelständischen Unternehmen erfordern immer noch einen ungleich höheren Einsatz. Die Erkenntnis, dass weibliche Führungskompetenz in den berühmten ’Startlöchern’ steht und bei genauer Beurteilung ihrer Qualifikation unverzichtbar geworden ist, spricht sich auch in der Männerdomäne ’Chefetage’ immer mehr rum. Verstärkter Wettbewerb motiviert. So haben die besten Talente die besten Chancen vorhandenes Potenzial abzurufen und die daraus entstehenden Vorteile eine ganze Belegschaft zugute kommen zu lassen. Die Nachfrage an weiblichen Führungskräften steigt. Und das auch, weil Frauen einen ganz anderen sozialen Nerv treffen als Männer. Welcher Unternehmer würde sich vor diesem Aspekt verschließen wollen?

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