Vielen Schulabgängern stellt sich nach der Freude über den bestandenen Abschluss die Frage, auf welchem Gebiet sie nun ihre Karriere starten wollen. Den wenigsten kommt dabei allerdings die Sponsoring-Branche in den Sinn, obwohl Sie die großartige Chance bietet, Karriere und Allgemeinwohl zu verbinden.

Die meisten denken bei Sponsoring an große Fußballclubs, die sich ihre gutbezahlten Spieler und luxuriösen Stadien von Sponsoren finanzieren lassen. Da steht zugegebenermaßen weniger Wohltätigkeit denn Business und Profit hinter dem Sponsoring. Doch es gibt auch Geldgeber, die mit ihren Finanzspritzen zwar ihren Namen bekannt machen wollen, aber durchaus auch den Vorteil schätzen, wenn selbiger mit Wohltätigkeit und Hilfsbereitschaft in Verbindung gebracht wird.

Zahlreiche caritative Vereine erhalten gegen entsprechende Namensnennungen Geld- oder Sachspenden, die ihnen bei ihrer Arbeit große Dienste leisten. Dieses Sozial-Sponsoring kann etwa in Form von technischem Gerät geschehen oder auch von Arbeitskleidung, Fahrzeugen oder gar Gebäuden. Das Konzept von defiMED beispielsweise sieht vor, durch Sponsoring finanzierte Defibrillatoren an vielbesuchten, öffentlichen Plätzen wie Schulen oder Ämtern zu platzieren, damit im Notfall den Menschen schon an Ort und Stelle geholfen werden kann.

Obwohl Sponsoring in erste Linie einem guten Zweck dienen soll, stehen natürlich auch Arbeit und damit Verdienstmöglichkeiten dahinter. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Firmen beschäftigen nicht nur ehren-, sondern auch hauptamtliche Mitarbeiter, die sich unter anderem um die AKquise von Sponsoren kümmern. Voraussetzungen sind idealerweise natürlich ein offenes, freundliches Wesen und Geschäftssinn. Letzteres wird im Falle des Sponsorings dadurch unterstützt, dass man in der Regel voll und ganz hinter dem stehen kann, was man vermitteln möchte.

Aber wie in allen Bereichen, in denen man mit anderen Menschen zu tun hat und die in erste Linie auf Kommunikation bauen, ist ein gewisser Bildungsstand unabdinglich. Vor allem Sponsoring für einen caritativen Zweck einzutreiben, ist in Zeiten einer schwachen Wirtschaft nicht immer einfach. Da bedarf es einiger überzeugender ökonomischer Argumente und sozialer und politischer Bildung, um potentielle Geldgeber von den Vorteilen eines (Sozial-)Sponsorings zu überzeugen. Ein guter Schulabschluss und eine kaufmännische Ausbildung sind daher in den meisten Sponsoring-Firmen und Vereinen unbedingte Voraussetzung für eine Anstellung. Weiterhin sind berufsbegleitende Weiterbildungen im sozialen und verwaltungstechnischen Bereich ausdrucksstarke Qualifikationen, welche die Einstellungschancen ungemein erhöhen.

Wer also etwas für die Allgemeinheit tun und dabei trotzdem Karriere machen möchte, sollte sich überlegen ob Sozial-Sponsoring für ihn infrage kommt, denn hier lässt sich beides hervorragend verbinden.