Hinter dem chemischen Begriff der Neutralisation verbirgt sich das Aufheben der Wirkung von Basen, auch Lagen genannt, und Säuren, die ätzend sind. Säuren verstehen sich dabei als Gegenteil von Basen und umgekehrt.

Grundlage dieser aufhebenden Wirkung ist, dass eine Base und eine Säure beim Zusammenführen nicht ihre chemischen Wirkungen summieren, sondern gegenseitig aufheben. Dies bedeutet, dass eine Säure mit einer entsprechenden Menge an einer Base neutralisiert werden kann und umgekehrt. Im Regelfall lässt man eine derartige Reaktion in Lösungen mit Wasser entstehen, Säure plus Base reagieren zusammen zu Wasser. Dabei gilt, dass sie beide als neutralisiert gelten, der Neutralpunkt also erreicht ist, wenn ein pH-Wert von sieben erreicht wird. Oft ändert sich hierbei die Farbe, so dass die Neutralisation auch sichtbar wird.

Wenn Säure und Base aufeinandertreffen kommt es zu einer Neutralisation

Wenn Säure und Base aufeinandertreffen kommt es zu einer Neutralisation

Bei der Reaktion entsteht besonders viel Energie in Form von Wärmeenergie, die nach außen abgeben wird, dies bezeichnet man also exotherme Reaktion. Zu beachten ist dabei, dass die Heftigkeit einer derartigen Reaktion von der Konzentration der Chemikalien abhängt, die dafür verwendet werden.

Eine Beispielgleichung für eine Neutralisation:

H + Cl + Na + OH à Na + Cl + H2O

Auch der menschliche Körper bedient sich dieser Reaktion bzw. Wirkung, denn der Magenschleim in unserem Magen würde normalerweise die Magenwand angreifen, da er sehr sauer ist. Die Magenwand enthält jedoch einen Schutzfilm, der basisch ist, so dass die Magenwand dadurch vor dem sauren Schleim geschützt ist, es findet eine Neutralisation statt.

Die Hydrolyse – welcher Zusammenhang besteht zwischen ihr und der Neutralisation?

Unter dem Begriff der Hydrolyse versteht man das Trennen einer chemischen Verbindung mit Hilfe von Wassermolekülen. Das bedeutet: Im Grunde ist die Hydrolyse die Umkehrreaktion der Neutralisation, das heißt, dass es sich um eine chemische Reaktion handelt, bei der eine Säure und eine Base aus Salz und Wasser gewonnen werden.

Ein Beispiel hierfür:

KCN + H2O — > KOH + HCN