Der Apostel Andreas gehörte zum Kreis der Jünger, die Jesus Christus als „Gesandte“ auserwählte. Den insgesamt 12 Aposteln verlieh der Messias nicht nur die Macht die Kranken und Schwachen zu heilen, sondern trug ihnen auch auf, das Evangelium Christi in die Welt hinauszutragen und es allen Menschen zu verkünden. Die Apostel waren gewissermaßen die Zeugen für das Leben und Wirken Jesus Christus auf Erden.

 

Die Berufung Andreas zum Jünger Jesu

Der Apostel Andreas war Fischer am See Gennesaret

Der Apostel Andreas war Fischer am See Gennesaret

Von Andreas berichtet die vier Evangelien an unterschiedlichen Stellen. Zusammen mit seinem Bruder Simon Petrus war er in Bethsaida, im heutigen Syrien, am See Gennesaret als Fischer tätig. Er war der erste, den Jesus zum Jünger berief. Ohne Umschweife ließ Andreas alles hinter sich und folgte dem Messias.

Das Wirken des Apostels nach Jesu Tod

Über das Wirken Andreas nach der Himmelfahrt Jesu berichtet die Apostelgeschichte. Die Reden und Legende des Messias verbreitete er zusammen mit seinem Bruder Petrus in Kleinasien, Thrakien, Epirus und der Achaia in Griechenland. Nicht zuletzt durch die Errichtung von Kirchen und zahlreichen Bekehrungen konnte er seine Missionsaufgabe erfüllen. In Mirmidonia befreite er den Apostel Matthias nicht nur aus dem Gefängnis, sondern gab dem Geblendeten das Augenlicht wieder. Auch andere Wunderheilungen und sogar Totenerweckungen konnte er vollbringen.

Der Tod des Apostels

Seine letzte Missionsreise führte Andreas nach Patras in Griechenland. Nachdem er Maximilla, die Frau des ansässigen Statthalters Ägeas zum Christentum bekehren konnte und ihr damit verbunden zur ehelichen Enthaltsamkeit riet, stieß er auf Widerstand seitens des Präfekten. Ägeas, ein erbitterter Feind der Christen ließ den Apostel daraufhin geißeln und x-förmig an ein Kreuz binden, auf dass er einen langsamen und qualvollen Tod sterben sollte. Während er an dem Kreuz hing, predigte Andreas ohne Unterlass dem beiwohnenden Volk das Evangelium. Nach zwei Tagen starb Andreas als umgeben von einem himmlischen Licht.

Das Andreaskreuz

In Andenken an den Tod des Märtyrers wurde das Diagonalkreuz zum Attribut des Apostels und Spätmittelalter erstmals ikonographisch festgehalten. Heute findet man das Symbol des Andreaskreuzes auf Straßenschildern, Fachwerkhäusern, Flaggen und als Gefahrenhinweis wieder.