Die hier beschriebenen Regeln sollen helfen, um möglichst effektiv in kürzester Zeit Mathe lernen zu können. Mathematik zählt mitunter zu jenen Gegenständen, die Schülerinnen die häufigsten Lernschwierigkeiten bereiten. Oft scheitert es nicht daran, dass die Schülerinnen nicht lernen, sondern dass sie den Stoff falsch aufarbeiten.

Mathe lernen

Richtiges Mathe lernen beginnt damit, strategisch an die Rechenaufgaben heranzugehen.

Den Stoff aufarbeiten

Richtiges Mathe lernen beginnt damit, strategisch an die Rechenaufgaben heranzugehen. In den Lehrbüchern werden meist zu Beginn eines Themas Lehraufgaben sehr anschaulich dargestellt. Für ein erstes Verständnis sollte das Übungsbeispiel Schritt für Schritt durchgearbeitet werden. Dies kann durchaus bis zu 15 Minuten in Anspruch nehmen. Für die nächste Rechenaufgabe darf nun immer wieder auf das Übungsbeispiel zurückgegriffen werden um den nächsten Rechenschritt richtig zu lösen. Ab dem zweiten Übungsbeispiel sollte so wenig wie möglich Hilfestellung der Lehraufgabe herangezogen werden. Wichtig beim Mathe lernen ist zugleich, dass die Lösungen der gerechneten Übungsbeispiele bekannt sind, um das Gelernte zu reflektieren. Nach und nach kann zu komplexeren Beispielen übergegangen werden.

Fremdwörter und Fachbegriffe verstehen

Viele Schülerinnen verstehen die Fachbegriffe eines Themengebietes nicht. Würde beispielsweise die Aufgabe lauten: „Lösen Sie folgende Multiplikation mit Hilfe des Kommutativgesetzes“, so muss zuerst verstanden werden, was kommutativ bedeutet und was es mit diesem Gesetz auf sich hat. Weiß man, dass „kommutativ“ vertauschen heißt und dass man die beiden Zahlen der Multiplikation vertauschen soll, um einfacher rechnen zu können, so tut man sich schon erheblich leichter. Leider werden nicht nur beim Mathe lernen in den Fachbüchern so viele Fremdwörter verwendet, ohne sie schülergerecht zu erklären. Besser wäre die vorhin beschriebene Angabe mit den zusätzlichen Worten: „Versuche, dir das multiplizieren so einfach wie möglich zu machen, indem du die Zahlen vertauschst. Wende also das Kommutativgesetz an“. Am besten schlägt man für ein besseres Verständnis der Fachbegriffe im Lexikon oder im Internet nach oder fragt gleich direkt in der Schule nach, was das Fremdwort bedeutet.

Abstraktes einfach darstellen

Um richtig Mathe zu lernen, muss man sich Rechenregeln mit Beispielen des Alltags merken. Oft werden mathematische Formeln komplizierter dargestellt als sie sind, was das Mathe lernen oft so schwierig macht. Als Beispiel hierfür sei das Assoziativgesetz genannt: Es besagt in der Formel folgendes: a + (b + c) = (a + b) + c

Vereinfacht man sich dies an einem Beispiel aus dem Alltag, kann man es auch folgendermaßen erklären und viel einfacher merken: Max und Franz knüpfen je ein Freundschaftsband. Susi und Sebastian knüpfen je eines und Andrea knüpft 3 Bänder. Um zu erfahren, wie viel Freundschaftsbänder insgesamt geknüpft wurden, kann man selbst entscheiden, welche Zahlen nacheinander zusammengezählt werden. Die Rechnung könnte lauten: (2+ 2)+(1+1)+3 = 9

Man könnte die runden Klammern aber auch „Ausklammern“ und in einer komplett anderen Reihenfolge vorgehen. Dies nennt man „Assoziativgesetz“ und bedeutet „verknüpfen, verbinden“. Merken kann man sich das Fremdwort aufgrund des Beispiels wesentlich leichter. Würden Rechenregeln in Schulbüchern häufiger mit einem derart praktischen Beispiel erklärt werden, so viel das Mathe lernen vielen Schülerinnen bestimmt leichter. Für zu Hause sollte man sich ebenfalls derartige Eselsbrücken bauen, um das Mathe lernen zu vereinfachen.