Bei der Entscheidungsstheorie handelt es sich um ein Analyseverfahren im Zuge der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Analysiert wird das Entscheidungsverhalten einzelner Personen oder Gruppen. Dabei wird versucht, den Weg, der zu einer Entscheidung führt, nachzuvollziehen, beziehungsweise vorherzusagen. Es wird fast immer davon ausgegangen, dass ausschließlich rationale Gründe für eine Entscheidung herangezogen werden.

Wo die Entscheidungsstheorie angewandt wird

Die Entscheidungstheorie ist zwar grundsätzlich ein rationalistischer Ansatz, doch durch Berücksichtigung von indviduellen Präferenzen und dem sozialen Umfeld finden auch emotionale Werte Bezug in die Entscheidung.

Die Entscheidungstheorie ist zwar grundsätzlich ein rationalistischer Ansatz, doch durch Berücksichtigung von individuellen Präferenzen und dem sozialen Umfeld finden auch emotionale Werte Einbezug in die Entscheidung.

Ihren Einsatz findet die Entscheidungsstheorie, wenn es darum geht, eine Nutzwertanalyse, auch Scoring Modell genannt, zum Beispiel, zu bewerten. Vor vielen Jahren entwickelt, um nachzuvollziehen, wie Menschen allein oder in der Gruppe ihre Entscheidungen fällen, wenn es um ökologische Fragen geht, hat sich die Entscheidungsstheorie inzwischen zu einem interdisziplinären Forschungszweig entwickelt. So findet das Verfahren Anwendung in der Mathematik, Psychologie, Statistik, Wirtschaftswissenschaften, Politologie, Logistik, Kommunikationsforschung, Millitärwissenschaften, Informationstheorie und Soziologie. Letztere Wissenschaft hat den puren Rationalismus, der die ursprüngliche Entscheidungsstheorie ausmacht, verworfen und bezieht Individualität und soziales Umfeld mit ein.

Was die Entscheidungsstheorie besagt

Geht es, zum Beispiel, darum, die Kosten-Nutzen-Analyse für ein neues Produkt zu entwickeln, wird bei der Entscheidungsstheorie die Frage geklärt, was ein Individuum von der Ware erwartet, was es dazu veranlasst, den Artikel zu kaufen. Dabei wird in drei Kategorien geteilt:
Entscheidung unter Sicherheit
In der Regel wird davon ausgegangen, dass das Individuum über sämtliche Alternativen informiert ist und weiß, welche Konsequenzen der Erwerb des einen oder des anderen Produktes nach sich zieht.
Der Risikofall
Diese Variante geht ebenfalls davon aus, dass die Alternativen bekannt sind, jedoch nicht alle Konsequenzen. Das Individuum geht von Wahrscheinlichkeiten aus.
Entscheidung unter Unsicherheit
In diesem Fall können nicht ein Mal mehr Wahrscheinlichkeiten herangezogen werden, um eine Entscheidung zu fällen.
In allen Fällen wird davon ausgegangen, dass Individuen oder Gruppen bei jeder Entscheidung, die sie treffen, den größten Nutzen oder die geringsten Kosten für sich analysiert haben.

Grenzen der Entscheidungsstheorie

Wie im Abschnitt weiter oben erwähnt, kann bei einer Entscheidung unter Unsicherheit keine Analyse einen Aufschluss über die Entscheidungsfindung geben. Dies trifft auch dann zu, wenn sich ein Unternehmer in Konkurrenz zu einem Mitbewerber begibt, da in diesem Moment rationale Verhaltensweisen nicht mehr allein zur Entscheidungsfindung herangezogen werden können. In diesem Fall wird die Entscheidungsstheorie von der Spieltheorie abgelöst.