Ein Studium kostet mitunter viel Geld. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der aufzubringenden Kosten entsteht dabei durch die Anschaffung von Lehrbüchern. Doch nicht immer müssen diese teuer gekauft werden.

1. Der klassische Weg: Der Gang in die Bibliothek

Die universitätseigenen Bibliotheken verfügen meist über alle an der jeweiligen Universität gebräuchlichen Lehrbücher. Auch wenn es sich dabei teilweise um Präsenzbibliotheken handelt, die Exemplare also nicht ausgeliehen werden dürfen, gibt es entweder die Möglichkeit, direkt in diesen Bibliotheken Kopien anzufertigen oder die Exemplare halbstündig auszuleihen, um andere Kopierer auf dem Universitätsgelände zu nutzen. Ein 250 Seiten starkes Lehrbuch kostet bei einem Einzelkopiepreis von 5 Cent so lediglich 12,50 €.
Das Kopieren von Fachliteratur für den privaten Gebrauch ist übrigens völlig legal, solange dieser tatsächlich privat bleibt und nicht gewerblich ausgeübt wird (vgl. §53 UrhG).

2. Möglichkeiten im Internet

Neue Medien bieten gleich mehrere Möglichkeiten, die Anschaffung der benötigten Lehrbücher relativ günstig zu gestalten.

2.1 Buchhandel online

Inzwischen kann man als Kunde bei fast allen namhaften Buchhändlern im Internet auch Buecher verkaufen. Nutzt man diese Möglichkeit geschickt, etwa indem man ausgediente Lehrbücher aus den vergangenen Semestern wieder verkauft, lässt sich eine lukrative Einnahmequelle erschließen, mit Hilfe derer man den Kauf oder das Kopieren aktuell benötigter Lehrbücher finanzieren kann.

Den Kauf von Lehrbüchern sollte man zuerst über die Gebrauchtbuchmärkte im Netz zu tätigen versuchen. Dort findet sich Literatur zu einem teilweise wesentlich niedrigeren Preis als im gewöhnlichen Buchhandel. Auf diesen Sammelplattformen bieten diverse Onlinebuchhändler ihre Produkte an. Bei den angebotenen Büchern wird dabei immer der Zustand des jeweiligen Exemplars angegeben und über eine Bewertungsskala lässt sich bei jedem Anbieter dessen Zuverlässigkeit und Seriosität in der Regel sehr gut ablesen.

2.2 Onlinedatenbanken

Die meisten Universitäten verfügen zudem über Lizenzen für Literaturdatenbanken derjenigen Fachrichtungen, die an der jeweiligen Universität studiert werden können. Dort finden sich in der Regel keine kompletten Lehrbücher, jedoch können Aufsätze und auch elektronisch publizierte Monographien von den Studierenden kostenfrei und bequem von zu Hause aus abgerufen und genutzt werden.

3. Kooperationen

Viele Studierende teilen sich die Kosten für Lehrbücher auch einfach, indem sie Lerngruppen bilden und Lehrbücher gemeinsam anschaffen und nutzen. Die Kosten werden dann von allen an der Lerngruppe teilnehmenden Studierenden gemeinsam getragen.

 

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