Die Theologie ist die Lehre von Gott. Ein Absolutum wird versucht, in anthropomorphem Denken und Sprechen in das Sein des Menschen zu übersetzen. Die unbegreiflich und unerreichbar erscheinende Metaebene wird umgesetzt in einem Wissenschaftsgebäude, dass sich Theologie nennt.

Volke und himmel

Die Theologie ist die Lehre von Gott.

Aus verschiedenen Richtungen wird die weltanschauliche Größe Gott befragt und in den einzelnen Untergebieten in den Disziplinen wie Fundamentaltheologie, Dogmatik und Moraltheologie gedacht, umschrieben und analysiert. Doch trotz aller Anstrengung bleibt die Theologie im Fächerkanon einer Universität oder Hochschule ein Exot. Auch wenn es in der Fundamentaltheologie um die Wissenschaftstheorie der Theologie geht, bleibt das theologische Denken im Bereich des Subjektiven. Eine Weltanschauung lässt sich nicht verobjektivieren.

Was ist der Unterschied zur Teleologie?

Theologie gibt es, seit Menschen denken. Die Teleologie auch, aber nicht wissenschaftliches Lehrgebäude wie es von dem deutschen Philosophen Christian Wolff 1728 in seinem lateinischen Werk „Philosophia rationalis, sive logica“ begründet wurde. Die Teleologie fragt aus philosophischer, nicht aus theologischer Sicht, nach dem Sinn, Zweck, Ziel und Ende, die das menschliche Leben grundlegend bestimmen. Die Theologie gibt darauf klare weltanschauliche Antworten in dogmatisch auswendig lernbaren Lehrsätzen. So lautet der 1. Lehrsatz im „grünen Katechismus“ des Jesuiten Petrus Canisius auf die Frage, wozu der Mensch auf Erden ist: „Der Mensch ist auf Erden um Gott zu dienen. Ihn zu loben und zu ehren.“ Die Philosophie, das heißt, der teleologische Ansatz kann nicht so einfach auf diese Frage antworten. Denn die Philosophie setzt alles Wissen ein, um eine umfassende Antwort zu gestalten. Die „Sophia“, die Weisheit greift auf alle Erklärungsmöglichkeiten zurück und versucht eine offene Antwort zu geben. Der Mensch selbst ist es, der sich die für ihn passende Antwort heraussucht und unter Umständen m.E. auch für sich individuell formuliert. Das kann in der Theologie so nicht passieren. Das sprengt den äußeren Rahmen, das Forum externum. Das gehört in den Bereich der Spiritualität. Das ist das ganz Persönliche und wird dann auch als Forum internum bezeichnet.

Der Inhalt der Gotteslehre

In dem „Depositum fidei“, was dogmatisch und fundamentaltheologisch eine ganze Schatztruhe von Wissen über Gott enthält, begegnet der einzelne Mensch der Möglichkeit alles über Gott zu erfahren, was es über ihn zu wissen gibt. Dabei unterscheidet das theologische Denken die „Fides qua“ und die „Fides quae“, die subjektiven und verobjektiverbaren Gründe, warum es möglich ist, an Gott zu glauben. Da der Gottesglaube ein Geschenk (gratis) ist, kann er nicht gemacht werden.