1451 erblickte Christoph Kolumbus als eines von vier Kindern des Domenico Colombo und seiner Mutter Suzanna Fontanarossa in Genua das Licht der Welt. Seine Zeit auf See begann nach seinen eigenen Aussagen schon mit 14 Jahren. Im Laufe der Jahre erwarb er umfassende Kenntnisse in Mathematik, Latein, Kartographie und Kosmographie.

Nachdem Christoph Kolumbus und seine Familie 1461 aus Genua vertrieben wurden, siedelten sie nach Savona. Später betätigte er sich als Korsar und reiste in das östliche Mittelmeer und bis zum Atlantik. 1476 wurden seine Schiffe vor Kap St. Vincent in Portugal in eine Seeschlacht einbezogen. Schwimmend rettete er sich nach Portugal, wo er 1477 nach Lissabon zog. In der Folgezeit fuhr Christoph Kolumbus zum Noradlantik und zur westafrikanischen Küste bis nach Ghana. Mit seiner in Portugal angetrauten Ehefrau Filipa Perestrelo e Moniz bekam er 1480 seinen Sohn Diego auf Porto Santo.

Christoph Kolumbus unternahm insgesamt vier große, von der spanischen Krone beauftragten, Entdeckungsreisen. Diese führten ihn nach Amerika, Kuba, Jamaika, Puerto Rico, Trinidad und Tobago und zur mittelamerikanischen Festlandküste. Neun Schiffe hat er in dieser Zeit insgesamt verloren. Sein Ruf als Seefahrer und Mythos als Held gingen darüber verloren. Schließlich verstarb er 1506 unbeachtet in Valladolid.

Die Entdeckung Amerikas

Auslöser für die Reise Christoph Kolumbus‘ nach Amerika war die Suche nach einem direkteren Seeweg über die Westroute nach Indien. Seiner Berechnung nach hat die Route eine Länge von 4500 km, tatsächlich ist sie jedoch 20.000 km lang.

Seine Pläne und Anfragen um Unterstützung wurden mehrfach von den Spaniern und Portugiesen abgewiesen. 1492 erhielt er schlussendlich die Zusage der spanischen Königin Isabella. Am 3. August 1492 konnte Christoph Kolumbus mit seinen drei Schiffen, der Santa Maria, der Niña und der Pinta in See stechen. Vielfach stand das Unternehmen kurz vor dem Scheitern. Der Kapitän der Pinta war intrigant, die Matrosen hatten Angst vor dem Ungewissen und den Naturschauspielen und wollten zwischenzeitlich mehrfach meutern.

An Land ging Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 auf den Bahamas. Da er dachte, er wäre in Indien, bezeichnete er die Einwohner fälschlich als Indianer. Seit dem gilt er als Entdecker Amerikas, benannt nach dem Kaufmann Amerigo Vespucci. Dessen Briefe trugen bedeutend zur Erkenntnis des Ausmaßes der Entdeckung bei. Ein weiterer verbreiteter Irrtum ist der Glaube, dass Christoph Kolumbus als erster Europäer Amerika entdeckt hat. Tatsächlich war der Isländer Leif Eriksson schon um das Jahr 1000 in Neufundland.