Nomen sind neben Adjektiven, Verben, Adverbien, Pronomen und einigen mehr als Wortarten Teil der Grammatik. Sie werden auch als Substantive, Hauptwörter oder Dingwörter bezeichnet. Nomen bezeichnen Lebewesen wie Vögel und Katzen, Pflanzen wie Eichen und Rosen, Dinge wie Autos und Häuser, Materialien wie Erde und Wasser sowie abstrakte Begriffe wie Verstand und Uneigennützigkeit.

Eigenschaften von Nomen

Nomen werden im Deutschen grundsätzlich groß geschrieben. Sie können im Regelfall im Singular oder im Plural angegeben werden, zum Beispiel Kopf – Köpfe und Baum – Bäume. Für manche Substantive wie Durst, Post, Ferien und Leute existiert keine Trennung in eine Singular- und eine Pluralform.

Bei Nomen werden drei Genus unterschieden: Maskulinum (männlich), Femininum (weiblich) und Neutrum (sächlich). Männlichen Substantiven werden die Artikel „ein“ oder „der“ vorangestellt. Zu ihnen gehören Himmelsrichtungen, Spirituosen und Währungen. Den „eine“ oder „die“ als Begleiter zugehörigen weiblichen Substantiven gehören Zahlen, Schiffe und Flugzeuge an. Sächliche Hauptwörter werden mit den Artikeln „ein“ und „das“ verbunden. Beispiele dafür sind Buchstaben, Farben und Länder.

Nomen im Satz

Ohne Nomen, Adjektive, Verben und andere Wortarten könnten wir uns kaum miteinander verständigen.

Ohne Nomen, Adjektive, Verben und andere Wortarten könnten wir uns kaum miteinander verständigen.

Im Satz können Substantive als Subjekt, Objekt, adverbiale Bestimmung oder Attribut auftreten:

  • Subjekt: _Der Hund_ bellt.
  • Objekt: Der Katze frisst _eine Maus_.
  • adverbiale Bestimmung: Er sah _aus dem Fenster_.
  • Attribut: Das Fell _des Hundes_ leuchtet.

Um die Hauptwörter in den Satzbau zu integrieren werden sie gemäß ihrer Zugehörigkeit zu den Fällen Nominativ, Akkusativ, Genitiv und Dativ dekliniert:

  • Nominativ: _Der Hund_ bellt.
  • Akkusativ: Er protestiert gegen _den Klimawandel_.
  • Genitiv: Sie hört _Beethovens_ Symphonie.
  • Dativ: Sie wartet mit _ihrem Freund_.

Bildung von Nomen

Substantive lassen sich durch Ableitungen anderer Wörter und die Zusammensetzung von Worten bilden.
Substantivierungen im engeren Sinne werden aus Wörtern anderer Wortarten erzeugt:

  • aus einem Verb: verabreden – Verabredung
  • aus einem Adjektiv: kalt – Kälte

Im weiteren Sinne der Substantivierung erfolgt die Erzeugung aus anderen Substantiven:

  • Substantiv – Substantivierung
  • Schrift – Schrifttum

Komposita setzen sich im Normalfall aus zwei, drei oder vier Einzelwörtern zusammen. Das Geschlecht des so gebildeten Nomens richtet sich nach dem Geschlecht des zuletzt angehangenen Wortes. Dieses ist immer ein Hauptwort, die vorhergehenden Wörter können auch anderen Wortarten angehören:

  • Rot + das Wild – das Rotwild
  • Kurz + die Strecke + der Flug – der Kurzstreckenflug
  • die Wand + der Schrank – der Wandschrank
  • Geh + der Steig – der Gehsteig