Laut der Pisa-Studie hat sich in Europa das Bildungsniveau verbessert und es gibt auch mehr Jung-Akademiker in Deutschland, doch es ist nur jeder fünfte, der mit seiner sozialen Bildung den sozialen Aufstieg schafft. Was sich als sehr problematisch erweist ist, dass viele junge Leute hinter dem Bildungsniveau ihrer Eltern zurück bleiben.

Weniger Aufsteiger, mehr Absteiger

Es ist nach wie vor schwer einen sozialen Aufstieg mit einer besseren Bildung zu erreichen. Nur 20% der Jüngeren können einen höheren Bildungsabschluss erreichen, als es beim eigenen Vater oder eigenen Mutter der Fall ist. Im Durchschnitt sind es nur 37% aller Jugendlichen in allen europäischen Staaten, die diesen Wert erreichen. Nur 13% fallen unter das Bildungsniveau der Eltern zurück. Insbesondere Frankreich, Großbritannien, aber auch Italien und Polen können im Gegensatz zu Deutschland eine weitaus höhere Bildungsrate aufweisen.
Fakt ist, dass die Schulen eine Verbesserung des Unterrichts anstreben müssen, damit die Begabungsreserven der Schüler auch hinreichend ausgeschöpft werden. Darum muss dringend am Bildungssystem gearbeitet bzw. müssen entsprechende Änderungen in die Wege geleitet werden. Der einzige Weg, um dieses Manko auszugleichen, damit Deutschland mit den anderen Staaten in Europa mithalten kann, ist eine außerordentliche Verbesserung des Unterrichts. Die Pisa-Studie hat zwar ergeben, dass die europäischen Schüler sich verbessert haben und in den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen sich in Europa einiges getan hat, aber Deutschland liegt bei den europäischen Staaten immer noch im unteren Bereich.

Bessere Zusammenarbeit mit Schulen in ganz Europa

Die Lernstrategien sollten länderübergreifend sein und ein Austausch über die unterschiedlichen Lernmethoden sollte untereinander gefördert werden. Die Verkürzung der Schulzeit für Abiturienten ist in Anbetracht der Lernsituation ebenfalls kein Vorteil. Es gibt einen Weg, um die Verbesserung des Unterrichts an den Schulen in Europa zu fördern, das ist die externe Evaluation. Einige Bundesländer haben diese ihren Schulen bereits verordnet und in anderen Staaten Europas wird dieses System ebenfalls erfolgreich praktiziert. Das äußert sich darin, dass ein Expertenteam alle wichtigen Bereiche bewertet und testet, angefangen vom baulichen Zustand, über die Verwaltungsabläufe und den Unterricht natürlich, bis hin zur Elternarbeit. Wenn dieses System greift und eine Verbesserung entsteht, kann Europa bezüglich des Bildungsniveaus positiver nach vorne blicken.