Paul von Hindenburg wurde am 2. Oktober 1847 als Sohn eines preußischen Offiziers in Posen geboren.
Nach Abschluss seiner militärischen Ausbildung heiratete er am 24. September 1879 Gertrud von Sperling. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor, zusätzlich adoptierte Hindenburg seinen Neffen nach dem Tod von dessen Eltern.
Bereits 1911 wurde er von seiner militärischen Laufbahn in den Ruhestand verabschiedet und zog nach Hannover.

Aufstieg im Verlauf des Ersten Weltkriegs

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Paul von Hindenburg, nachdem er sich zunächst vergeblich um ein Kommando bemüht hatte, zum Oberbefehlshaber der 8. Armee ernannt und nach der siegreichen Schlacht bei Tannenberg zum Generaloberst befördert. Bereits im September 1914 erhielt er die Auszeichnung Pour le Mérite und am 27. November 1914 wurde er schließlich zum Generalfeldmarschall ernannt.
Zusammen mit Generalmajor Erich Ludendorff, übernahm Hindenburg im August 1916 die Oberste Heerleitung, womit Wilhelm II. faktisch entmachtet wurde.
Nach der militärischen Niederlage 1918 versuchte er Unruhe innerhalb des Heeres durch Zusammenarbeit mit der neuen Regierung zu verhindern.

Paul von Hindenburg als Reichspräsident

In der am 9. November 1918 ausgerufenen Weimarer Republik wurde Paul von Hindenburg nach Friedrich Ebert im Jahr 1925 der zweite Reichspräsident.
Nachdem eine grundsätzliche innenpolitische Verständigung zwischen den linken Kräften und der nationalen Rechten nicht zustande kam und Staat und Wirtschaft, die auf amerikanische Kredite angewiesen waren, zusätzlich von der schleichenden Finanzkrise erfasst wurden, versuchten die Präsidialregierungen seit 1930 mit Hilfe von Notverordnungen die Probleme zu überwinden. Dies gelang jedoch nicht, so dass die konservativen, Paul von Hindenburg nahestehenden Kreise zu der Überzeugung gelangten, die sich stark im Aufschwung befindende NSDAP an der Regierung zu beteiligen. Folge hiervon war, dass Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde. Am 1. Februar folgte dann die Auflösung des Reichstags, am 23. März wurde mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit ein Ermächtigungsgesetz verabschiedet, das das alleinige Gesetzgebungsrecht des Reichstags aufhob und es der Regierung ermöglichte, selbst Gesetze zu erlassen.

Seinen Ruhestand ab 1911 verlebte Paul von Hindenburg in Hannover

Seinen Ruhestand ab 1911 verlebte Paul von Hindenburg in Hannover

Bereits im Juli 1934 verschlechterte sich der Gesundheitszustand Paul von Hindenburgs dramatisch.
Am 2. August 1934 starb er auf Gut Neudeck in Ostpreußen, beigesetzt wurde er auf Betreiben Hitlers im Denkmal der Schlacht bei Tannenberg.