Jedes Jahr müssen sich tausende Schulabgänger entscheiden, wohin sie ihr weiterer Weg führen wird und welche berufliche Laufbahn sie einschlagen werden. Vor allem Abiturienten beschäftigt dieses Thema sehr, da ihnen sehr viele Türen offen stehen. Studium an der Universität oder Fachhochschule, oder doch lieber eine Ausbildung? Diese Entscheidung ist nicht leicht zu treffen.   

Alternative zum herkömmlichen Studium

Viele Abiturienten sehen im herkömmlichen Studium einige Nachteile. Zum einen verdienen Studenten kein eigenes Geld und sind somit weitere Jahre von Eltern und staatlicher Förderung abhängig. Auch die Praxis bleibt in vielen Studiengängen auf der Strecke und sollte durch freiwillige Praktika erlangt werden. Um jedoch beide Nachteile auszuräumen, ist ein duales Studium eine sehr gute Alternative zu anderen Modellen.

Aufbau

Ein duales Studium besteht aus zwei Komponenten: dem theoretischen Teil, der an einer Universität oder Berufsakademie stattfindet und der Arbeit in einem Unternehmen. Meist wechseln sich die beiden Komponenten in einem regelmäßigen Rhythmus ab, sodass für den Studenten optimale Lernverhältnisse gegeben sind.

Mögliche Abschlüsse

Ein duales Studium führt zu verschiedenen Abschlüssen. So ist es möglich, ein duales Studium mit gleichzeitiger Berufsausbildung zu absolvieren. Hier werden meist gewöhnliche Universitäten besucht, die auch andere Formen des Studiums anbieten und der praktische Teil der Ausbildung findet dann meist in den Ferien statt, sodass jede Komponente immer drei Monate dauert. Am Ende schreibt der Student eine Bachelor-Arbeit und legt außerdem vor der IHK seine Prüfung ab. Ein duales Studium muss allerdings keine Berufsausbildung beinhalten, denn wer eine Berufsakademie besucht, absolviert als Praxis lange Praktika, sodass er drei Tage die Woche Vorlesungen besucht und die restlichen Tage in einem Praktikumsbetrieb arbeitet. Hier erhält der Student nur einen Bachelor-Abschluss. Auch die einzelnen Fachrichtungen sind sehr vielfältig, sodass es technische, wirtschaftliche und auch soziale Studiengänge gibt.

Einen Platz erlangen

Wer sich für ein duales Studium interessiert, sollte auf entsprechende Stellenausschreibungen von Unternehmen Acht geben, da diese meist mit den entsprechenden Hochschulen kooperieren und sich demzufolge um alles weitere kümmern, wenn es zu einem Ausbildungsverhältnis kommen sollte. Wer eine ausgesprochene Berufsakademie bevorzugt, kann sich auch an diese wenden. Auch auf eigene Faust ist ein duales Studium durchaus möglich, denn es gibt zahlreiche Studiengänge, die auch in Teilzeit ausgeführt werden können. Hier ist es jedoch sehr aufwändig, denn viele Unternehmen haben mit einer solchen Konstellation wenig Erfahrungen.

Fazit

Ein duales Studium ist eine sehr gute und hochwertige Ausbildung, die vor allem in den letzten Jahren bei jungen Abiturienten sehr beliebt geworden ist. Ein duales Studium verbindet alle nötigen Kompetenzen, die den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.