Die elektromotorische Kraft, die eine Elektrode einer elektrochemischen Zelle liefert, wird häufig als Elektrodenpotential betitelt. Es wird meistens eine Referenzelektrode verwendet, die auf einem Nullpotential ist, um eine Referenz zu haben. Die richtige Elektrode wird jedoch zur Bemessung neben die Referenzelektrode in eine Prüfzelle gelegt. Nun kann ermittelt werden, welche Spannung benötigt wird, um bestimmte Prozesse aufrecht zu erhalten oder welche Spannung genau die jeweilige Elektrode generell liefert. Somit erlaubt das Elektrodenpotential auch die Berechnung der elektrischen Spannung, die sowohl Batterien als auch Akkumulatoren liefern können. Sie gilt als eine der wichtigsten Größen, um den Zustand einer Elektrode angeben zu können.

Bestimmung des Elektrodenpotentials

Das Elektrodenpotential lässt sich vor allem durch die Messung der Spannung herausfinden, dabei bekommt der Wert die Einheit Volt, die mit dem Buchstaben „V“ abgekürzt wird. Bei dieser Messung wird immer eine Bezugselektrode benötigt, die meistens aus Normalwasserstoff besteht. Andere Elektroden müssen bei der Messung mit angegeben werden, weshalb man meistens auf die Normalwasserstoffelektrode als Standardgerät zurückgreift. In der Elektrochemischen Spannungsreihe findet man eine lange Reihe an Elektrodenpotentialen, welche sich auf Aktivitäten von 1 mol/L beziehen. Das Potential wird meistens stromlos oder hochohmig gemessen.

Das Elektrodenpotential lässt sich vor allem durch die Messung der Spannung herausfinden

Das Elektrodenpotential lässt sich vor allem durch die Messung der Spannung herausfinden

Die gemessene Klemmspannung einer Galvanischen Zelle wird elektromotorische Kraft genannt. Mit der Nernst-Gleichung kann man anschließend die Abhängigkeit eines Elektrodenpotentials zu einem Redox-Paar bestimmen. Bei Berechnung des Potentials einer Normalwasserstoffelektrode spricht man von einem Normalpotential, welches den Wert E0 = 0,00 Volt annimmt.

Absolutes Elektrodenpotential

Normalerweise können diese Potentiale nur als Spannung gemessen werden, jedoch gibt es auch noch andere Möglichkeiten, um ein absolutes Ergebnis zu erhalten. Solch ein System funktioniert ohne Metall-Elektrolyt-Phasengrenze. Zwar lässt sich dieses Verfahren nicht direkt bemessen, jedoch kann es berechnet werden. Hierbei greift man auf eigene Messwerte zurück. Es ist bei dieser Methode jedoch nicht sinnvoll, das bei der Refrentelektrode gemessende Potential umzurechnen.