Die Mathematik ist die Wissenschaft über die rein logische Bestimmung von Sachverhalten und Figuren. Den meisten Menschen ist sie unter dem Begriff „Rechnen“ bekannt, der sie allerdings zu ungenau beschreibt, da das Rechnen nur als Mittel dient, das auf schon vorhandene logische Bestimmungen angewandt wird. Der Begriff „Mathematik“ geht auf das altgriechische Wort „mathematike techne“, das auf Deutsch „die Kunst des Lernens“ bedeutet, zurück. Aber auch schon vor der griechischen Antike gab es nachweislich mathematische Operationen, z. B. in China und Indien. Historisch wandelte sich die Mathematik mehrfach und neue Gebiete kamen ihr hinzu. Beispielsweise ist es erst seit René Descartes (1596-1650) möglich, Differentialrechnung zu betreiben, da er das uns bekannte Koordinatensystem entwickelte.

Gebiete der Mathematik

Nachfolgend werden die Gebiete der reinen Mathematik aufgeführt.

  • Arithmetik (Rechnen mit Zahlen)
  • Geometrie (Bestimmung und Berechnung von Figuren)
  • Algebra (Lösen von Gleichungen)
  • Analysis (auch: Infinitesimalrechnung, die die Differential- und Integralrechnung einschließt)
  • Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung)
  • Statistik (Datenermittlung und -auswertung)
  • Logik (Untersuchung von Schlussfolgerungen)
  • Mengenlehre (Bestimmung der Größen von Mengen und Operationen mit diesen)

    Mathematik wird sowohl im Alltag als auch im Berufsleben täglich gebraucht.

    Mathematik wird sowohl im Alltag als auch im Berufsleben täglich gebraucht.

Über diese Punkte hinaus gibt es noch weitere Gattungen, die zu speziellen Arten der Mathematik gehören, z. B. das Rechnungswesen in kaufmännischen Bereichen. Hauptsächlich operiert das Rechnungswesen mit Buchungssätzen, die für die Bilanzierung von Betrieben von großer Wichtigkeit sind.

Der Nutzen der Mathematik

Das reine mathematische Operieren, z. B. das Auflösen von Gleichungen, die Bestimmung des Durchmessers eines Kreises und dessen diametraler Endpunkte oder die Berechnung einer Raumdiagonale bei einem Würfel, scheint auf dem ersten Blick ohne Kontextualisierung zu praktischen Anwendungen nutzlos zu sein. Oftmals hört man Schüler sagen, dass das sehr oft verhasste Fach „Mathe“ für das Berufsleben unwichtig wäre. Sie irren sich natürlich gewaltig, denn in fast jedem Beruf ist dieses Fachgebiet relevant, sei es auch nur als Nebenfaktor. In kaufmännischen Berufen gilt es, Kosten- und Leistungsrechnungen sowie Bilanzierungen durchzuführen, in handwerklichen Berufen kommen geometrische Fertigkeiten zum Einsatz und in medizinischen Berufen müssen faktische Werte mit Richtwerten verglichen werden, um nur einige Beispiele zu nennen.
Im Grunde dient die Mathematik häufig als Hilfswissenschaft für andere Wissenschaften. Beispielsweise ist die Physik ohne mathematisches Operieren undenkbar – das Gleiche gilt ähnlich für die Chemie, Astronomie und Geografie. Zudem funktionierte die gesamte Computertechnologie nicht ohne mathematisches Operieren.
Selbst im Alltag und bei freizeitlichen Aktivitäten ist die Mathematik nützlich, beispielsweise für die Planung von Einkäufen oder für die Summierung von Punkten bei Gesellschaftsspielen.