Das Hambacher Fest fand vom 27. März bis 1. Juni 1832 auf dem Hambacher Schloß, in der Rheinpfalz statt. Nationale Einheit, Volkssouveränität und der Erhalt der bürgerlichen Rechte gehörten zu den Forderungen, die auf dem Hambacher Fest formuliert wurden. Diese Forderungen wurden besonders in den linksrheinischen Gebieten, die in der napoleonischen Ära zu Frankreich gehörten, laut.

Vorgeschichte des Hambacher Fests

Der Gegner des Hambacherfest: Fürst von Metternich galt als DIE restaurative Instanz des Vormärz, und setzte sich mit Repressalien zur Wehr gegen den bürgerlichen Liberalismus und das Nationalbestreben.

Der Gegner des Hambacherfest: Fürst von Metternich galt als DIE restaurative Instanz des Vormärz, und setzte sich mit Repressalien zur Wehr gegen den bürgerlichen Liberalismus und das Nationalbestreben.

Auch nach dem Sturz Bonapartes und der nachfolgenden Restauration der Deutschen Staaten auf dem Wiener Kongreß, ließen sich die populären Ideen der französischen Revolution nicht mehr abschaffen.
Besonders in den ehemals zu Frankreich gehörenden Gebieten, in denen zum Teil noch der, von Napoleon geschaffene Code Civil Rechtspraxis war, stießen die restriktiven Gesetze auf Wiederstand.
Die „Karlsbader Beschlüsse“ die unter anderem eine Pressezensur, Schließung der Universitäten und Überwachung unliebsamer Bürger beinhalteten, ließen sich mit den neuen Ideen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht vereinbaren. Der Versuch die Zustände vor Napoleon wieder herzustellen waren zum Scheitern verurteilt. Das Hambacherfest war Ausdruck einer wachsenden Volksbewegung des Nationalismus und Liberalismus, die sich von 1830 bis 1848 in der als „Vormärz“ bezeichnete Spannungsphase  zu einer (durch die ständige Unterdrückung durch Autoriäten) brodelnden revolutionären Kraft entwickelte. Die Volksbewegung fand ihren endgültigen Ausbruch 1848 in der Märzrevolution.

Was machte das Hambacher Fest möglich

Schlechte wirtschaftliche Verhältnisse, eine durch Mißernten augelöste Hungersnot und , der Rückfall in Kleinstaaterei, sorgten dafür, das die auf Freiheit und Nationalität strebenden Burschenschaften und Studentenbünde immer mehr Zulauf fanden.
Besonders das Bürgertum, das erst durch die Neuerungen des Code Civil Zugang zu Bildung
und bürgerlichen Rechten erworben hatte war zunehmend bereit, diese Rechte zuverteidigen.

Aufgeschreckt durch politische Versammlungen und bedrängt von Kanzler Metternich, versuchte der Deutsche Bund diesem aufrührerischen Treiben ein Ende zu setzen.
Die bayerische Regierung verbot Vereine, Zeitungen und Bürgerversammlungen.
Die Herausgeber einer nun verbotenen Zeitung, Siebenpfeiffer und Wirth schlugen vor, ein “ Nationalfest der Deutschen“ in Hambach zu veranstalten.
Obwohl man damit das Wort Versammlung umging, versuchte die bayerische Regierung das Fest zu verbieten. Erst nach Protesten der umliegenden Städte, wurde das Verbot aufgehoben.

Das Hambacher Fests

Etwa 20 000 bis 30 000 Besucher hörten am 27. Mai die Reden, die sich in erster Linie um das Ende der Kleinstaaterei, nationale Einheit, Abschaffung der Zollgrenzen und Stärkung der Bürgerrechte drehten. Viele der Besucher trugen die neue Schwarz-Rot-Goldene Flagge als Zeichen für den Wunsch nach einem vereinten Deutschland. Man forderte eine Reform der Politik, Patriotismus und Freiheit.
Obwohl, das Fest friedlich verlief, riefen doch einige Redner zu Umsturz und Revolution auf.

Die Folgen des Hambacher Fests

Da einige Politiker, allen vorran Metternich in den Reden des Hambacher Festes den Aufruf zu Anarchie sahen, folgte im Anschluß eine Reihe von Repressalien und Verhaftungen. Einige der Initiatoren emigrierten nach Amerika.
Zu einer Teilumsetzung der Ideen des Hambacher Fests kam es erst 1871 mit der Gründung des „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“ unter Kaiser Willhelm 1.