Gibt es den Idealzustand in der Mathematik als absolute Größe? Löst diese Wissenschaft mit ihren Prämissen, Axiomen und Hypothesen alle Anforderungen, die die Volkswirtschaftslehre an die Mathematik als Wissenschaft stellt?

Mathematik erscheint vor allem geisteswissenschaftlich orientierten Menschen als ein notwendiges Übel, das über weite Strecken und Phasen ignoriert werden kann. Denn schließlich geht mit dem Idealzustand in der Mathematik ein Paradigmenwechsel einher und der sogenannte Fall „Galileo Galilei„, der durch seine mathematisch bahnbrechenden Erkenntnisse ein ganzes Weltbild zum Einstürzen brachte. Das brachte auch den damals zuständigen Großinquisitor Robert Bellarmin mit seiner Affinität für die Mathematik und Astronomie in große Gewissenskonflikte. Der Beginn der Neuzeit beginnt mit der These des Galileo Galilei, dass die ganze Welt nach mathematischen Gesetzen funktioniert. Das konnte dem aszetisch orientierten Papst Paul V nicht gefallen. Selbst Großinquisitor gewesen, war er auf eine innerkirchliche Erneuerung ausgerichtet, wo die Einsichten eines Galileo Galilei störten.

„Die Welt lässt sich nicht berechnen.“ (Isaac Newton)

Gibt es den Idealzustand in der Mathematik als absolute Größe?

Gibt es den Idealzustand in der Mathematik als absolute Größe?

Dieses Axiom des englischen Philosophen Isaac Newton weist die Annahme von Galileo Galilei schon in ihre Schranken. Newton versteht wie alle Universalgelehrten seiner Zeit die Mathematik als eine Teilwissenschaft, um das Ganze, sprich die Welt zu verstehen. Deshalb gilt es Glaube, durch die Logik der Vernunft und die Messbarkeit der Welt durch die Mathematik in Einklang zu bringen. Dahinter verbirgt sich die Einsicht, dass auch der Mathematik die Diskrepanz nicht fremd ist. Die mathematische Diskrepanz steht der Gleichverteilung entgegen. Das mathematische Objekt weicht vom Idealzustand ab und wird durch diese Abweichung zu einem mathematischen Widerspruch, den es aufzulösen gilt. Hier greift die philosophische Logik in die absolute Berechenbarkeit der Mathematik mit ihren Formeln und Gleichungen ein.

Der Idealzustand in der mathematischen Forschung

Der Idealzustand ist mathematisch eine Zustandsbeschreibung. Die Zustandsbeschreibung lässt sich:

a) in einer Formel ausdrücken
b) in mathematischen Umformungen ausdrücken
c) in die einzelnen Bestandteile zerlegen

Der Idealzustand ist nach der philosophischen Logik in ihrer Absolutheit endlich und begrenzt. Die Verantwortung der Wissenschaft vor allem der Physik und Mathematik hat der Friedensforscher, Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker immer wieder in seinen Werken herausgearbeitet. Der Idealzustand muss sich einer Verzweckung entgegensetzen. Die Verzweckung des Idealzustands macht aus dem Objekt ein Subjekt und unterwirft es in eine Zustandsbeschreibung, die je nach Bedarf manipuliert werden kann.

Der Idealzustand ist nicht immer der Realzustand

Der Idealzustand der römisch-katholischen Kirche wurde vor 20 Jahren durch den seligen Papst Johannes Paul II wiederhergestellt. Galileo Galilei wurde mit seiner Weltsicht rehabilitiert. Papst Paul V und Kardinal Robert Bellarmin waren im Laufe der Kirchengeschichte wegen ihrem heiligmäßigen Leben schon kanonisiert worden.