Wissenschaftler forschen bereits seit mehr als einhundert Jahren, ob die Eigenschaft, intellektuell zu sein, vererbbar ist. Es ist ihnen bis zum heutigen Tag zwar noch nicht gelungen, die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen einem bestimmten menschlichen Gen zuzuordnen, trotzdem steht es außer Frage, dass intellektuell zu sein – genau wie viele andere Fähigkeiten des menschlichen Geistes – zu weiten Teilen auch genetisch bestimmt sein dürfte.

Was bedeutet es, intellektuell zu sein?

Ist es vererbbar, intellektuell zu sein?

Ist es vererbbar, intellektuell zu sein?

Intellektuell zu sein heißt ganz allgemein, dass man reflektiert und kritisch Stellung zu künstlerischen, religiösen, wissenschaftlichen, journalistischen oder literarischen Themen beziehen kann. Für den Begriff intellektuell gibt es bisher keine einheitliche Definition. Er wurde in verschiedenen Gesellschaften in eher abwertender Konnotation gebraucht, entweder für Menschen, die illoyal zur eigenen Nation seien, oder für Menschen, die damit angeprangert werden sollten. Dagegen äußerte Bernhard von Mutius die These, es gäbe mit dem Wissensarbeiter einen neuen Typen des Intellektuellen, diesen nennt er „konstruktiver Intellektueller“. In Denkfabriken und als Berater tätig, kann er die in Realität und Wirklichkeit vorhandenen Möglichkeiten erkennen und daraus Vorschläge entwickeln, die auf zukunftsfähige und weiterführende Lösungen zielen. Diese intellektuellen Menschen arbeiten vorrangig in umfangreichen Projekten, welche die Organisationen, in denen sie tätig sind, verändern und weiterentwickeln sollen. Sie können durch ihre Weitsicht über die Grenzen der Systeme sehen, für die sie arbeiten.

Viele Faktoren spielen bei der Vererbbarkeit intellektueller Fähigkeiten eine Rolle

Was die Vererbbarkeit von intellektuell geprägtem Denken angeht, werden die Anlagen dazu durchaus genetisch von der Elterngeneration an die Kinder weitergegeben, jedoch nach anderen Gesetzen als den Mendelschen. Denn bereits Eigenschaften wie die Augen- oder die Haarfarbe, welche unzweifelhaft genetisch bestimmt sind, werden nach anderen Gesetzen als den Mendelschen vererbt. Die Träger der Informationen, die vererbt werden, sind bereits in diesen Fällen mehrere Gene – und somit ist die einfache Statistik der Mendelschen Gesetze nicht mehr relevant. Intellektuell zu sein ist eine Eigenschaft, die derart komplex ist, dass sie mit den Mendelschen Vererbungsregeln nicht erklärt werden kann. Somit ist die Frage, wie und ob sich intellektuelles Denken vererben lässt, letztendlich nicht sicher geklärt.