Für die moderne Wirtschaft ist eine wissenschaftliche Auslegung unabdingbar, um effizient und effektiv Gewinne zu generieren und somit ihr Fortbestehen zu gewährleisten. Doch wirtschaftliche Prozesse sind Prozesse des Kalküls und können durchaus berechnet werden. In der Volkswirtschaftslehre haben sich schon längst die Mathematik und die Statistik als Teilbereiche etabliert. Als Disziplin der angewandten Mathematik versteht sich die Finanzmathematik speziell als Bearbeiter in Fragen der Finanzdienstleistung wie beispielsweise der Vesicherungsbranche und des Bankenwesens.

Stochastik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Finanzmathematik

Wichtige Methoden der Finanzmathematik speisen sich aus den Theorien und Axiomen der Stochastik und Volkswirtschaftslehre. Finanzdienstleistungen und Investitionen von Unternehmen beispielsweise unterliegen der Bewertungstheorie. Der Gesamtwert eines Produktes aber hängt wiederum von der Wahrscheinlichkeitsrechnung und den damit verbundenen Teilwerten der Wahrscheinlichkeitswerten ab.

Ebenso eng verbunden mit dem Begriff der Wahrscheinlichkeit ist der Begriff Risiko. Finanzmathematiker bewerten die Risiken einer Investition oder einer Finanzdienstleistung und wägen ihre Rentabilität ab. Vor allem durch die Methoden der modernen Statistik wie lineare Regressionsmodelle und Varianzanalysen liefern wichtige Erkenntnisse und Komponente für den Entscheidungsprozess einer Finanztätigung.

Derivate und diverse Finanzprodukte

Neben der Stochastik liegt ebenso die Bewertungstheorie der Finanzmathematik zugrunde. Der Barwert eines Finanzproduktes – wie beispielsweise bei Derivaten – kann durch diese wirtschaftstheoretische Betrachtungsweise ermittelt werden. Aktienhandel und Anleihen können beispielsweise im Zufall ihres Verlaufes von Finanzmathematiker mithilfe von Zeitreihenanalysen bearbeitet werden, sodass der sogenannte Zufall kontrollierbar gemacht und das Risiko berechenbar wird. Doch auch Optionen auf gewisse Finanzpakete können im Laufe der Zeit ihre Wertigkeit verändern. Finanzmathematische Methoden arbeiten genau mit diesen Fragestellungen.

Fazit

Mathematische Modelle und Axiome der Statistik geben der Finanzmathematik geeignete Rahmenbedingungen um Fragen der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre mit hoher Qualität zu beantworten. Die Tätigkeit von Investitionen, von Aktienhandel, von Versicherungsangelegenheiten und Angelegenheiten von Banken basieren auf finanzmathematische Modelle. Aus wissenschaftlicher Sicht sollen Risiken berechnet werden, sowie die Gewinnmöglichkeiten abgewägt werden. Hier ist vor allem auch wirtschaftswissenschaftliches Know-How gefragt. Die Kombination aus Wirtschaftstheorien und mathematischem Fachwissen kann in der freien Wirtschaft zu einem äußerst mächtigen Instrument werden, welche der eigenen Unternehmung Rentabilität und Liquidität sichert. Finanzmathematiker sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragte Leute. Haben diese einen guten Ruf, so können sie bei großen Unternehmen einsteigen und ihre finanzmathematischen Fähigkeiten zum Wohle des Betriebes einsetzen. Eine exzellente Vergütung und eine äußerst interessante Arbeit sind der Lohn für Finanzmathematiker.