Mit der Fachhochschulreife ist man berechtigt, an Fachhochschulen oder anderen Hochschulen zu studieren, bei denen die Fachhochschulreife für das Studium genügt. Man spricht auch vom Fachabitur. Man unterscheidet zwischen einem „Zeugnis der Fachhochschulreife“, das zum Studium aller verfügbaren Studienfächer berechtigt und der „fachgebundenen Fachhochschulreife“, die nur zum Studium in bestimmten Themengebieten berechtigt. Zusammen mit der allgemeinen Hochschulreife und der fachgebundenen Form ist das Fachabitur die dritte Form, die es in Deutschland möglich macht, zu studieren. Voraussetzung für jede dieser Schulformen ist, dass zuvor ein Realschulabschluss bzw. die Mittlere Reife oder die Fachoberschulreife erlangt wurde.

Zum Erwerb der Fachhochschulreife murr man auch einen praktischen Teil der Ausbildung absolvieren.

Zum Erwerb der Fachhochschulreife murr man auch einen praktischen Teil der Ausbildung absolvieren.

Grundsätzlich erlangt man das Fachabitur durch einen theoretischen und einen berufsgebundenen Teil. Normalerweise findet zunächst in der 11. Klasse der praktische Teil statt. Je nach Themenschwerpunkt des Fachabiturs kann man hier eine Einrichtung wählen, zum Beispiel für das „Fachabitur im Sozial- und Gesundheitswesen“ eine Stelle in einer Kindertagesstätte oder in einem Altenheim. Der praktische Teil der Schullaufbahn dauert in der Regel ein Jahr, in manchen Schulen auch nur ein halbes Jahr.

Meistens findet parallel dazu noch ein Teil der Woche Unterricht statt, in manchen Ausbildungen verläuft der praktische Teil auch in Blockform (etwa zwei Monate Praktikum, ein Monat Schule usw.). Der zweite Teil besteht dann nur noch aus theoretischem Unterricht. Den schulischen Teil kann man an allen möglichen weiterführenden Schulen erwerben, dazu gehören zum Beispiel Gymnasien, die Sekundarstufe II, Gesamtschulen, Fachoberschulen, Berufskollegs, Telekollegs oder Berufsoberschulen. Das Fachabitur ist dadurch gekennzeichnet, dass es einen thematischen Schwerpunkt vermittelt, aber gleichzeitig in den Kernfächern die allgemein relevaten Fächer wie Mathematik, Deutsch, Englisch, Biologie usw. Die Fachhochschulreife erreicht man in der Regel nach Abschluss der zwölften Klasse an einer solchen Schule, sofern man den praktischen Teil bereits absolviert hat. Der theoretische und praktische Teil zusammen führen zur Fachhochschulreife. Einige Berufsausbildungen beinhalten ebenfalls die fachgebundene Fachhochschulreife oder die Fachhochschulreife.

In anderen Staaten ist die Fachhochschulreife nicht unbedingt anerkannt und geeignet, um ein Studium zu beginnen. Wer also ein Studium im Ausland anstrebt, sollte entweder die allgemeine Hochschulreife erreichen oder sich zumindest im gewünschten Land genau über die Bedingungen informieren.

Wer es während seiner regulären Schullaufbahn verpasst hat, einen Abschluss zu machen, der zu einem Studium qualifiziert, der kann die Fachhochschulreife oder das Abitur auch nachträglich erlangen. Fernschulen oder spezielle Schulen des zweiten Bildungsweges bieten auch für Berufstätige die Möglichkeit, nebenbei noch einen solchen Abschluss zu erlangen. Dazu gehören Abendschulen und Kollegs, bei denen man zwischen Vormittags-, Nachmittags- oder Abendunterricht wählen kann.