Am 13.3.1906 erblickte Samuel Beckett in Dublin /Irland das Licht der Welt. Nach seinem Bruder, wurde Samuel Beckett, als zweiter Stammhalter, in die Familie von May und Bill Beckett geboren. Die Familie des Vaters stammte von den sogenannten Hugenotten, also französischen Protestanten ab.

Familie Beckett

Etwa im 18. Jahrhundert wanderte die Familie von Frankreich nach Irland aus und betrieb einen Handel mit edlen Stoffen. Die Familie des Großvaters brachte es so zu einem kleinen Reichtum und ab der Generation des Großvaters wandte man sich dem Baugewerbe zu. Auch Vater Beckett war als Kalkulator auf dem Bau tätig. Mutter May stammte aus einer wohlhabenden Familie und so wuchs Samuel Beckett in einer angesehenen Familie auf. Samuel Beckett selbst und auch der drei Jahre ältere Bruder Frank, erhielten eine gute schulische Ausbildung. Samuel Beckett war ein guter Sportler, fiel auch insgesamt durch gute literarische Aufsätze auf, war aber insgesamt kein herausragender Schüler. Die Kindheit der Beckett Söhne war überschattet von den Unabhängigkeitskämpfen Irlands gegen England, die 1921 von Erfolg gekrönt wurden.

Studienzeit

Bild der Ha' Penny Bridge in Dublin, wo Samuel Beckett 1906 geboren wurde.

Bild der Ha‘ Penny Bridge in Dublin, wo Samuel Beckett 1906 geboren wurde.

Beckett studierte in Frankreich und Italien und arbeitete nach Beendigung des Studiums, am Dubliner Trinity College in Paris, als Englisch Lektor, an einer Elite Schule. In Paris knüpft er erste Kontakte mit Schriftstellern dieser Zeit. Unter Ihnen James Joyce, dessen Texte er teilweise übersetzte. Der zurückhaltende, etwas scheue und ständisch depressive Samuel Beckett wanderte von Paris nach Deutschland, zurück nach Dublin und führte ein eher unstetes Leben. Erste literarische Werke entstanden, blieben aber erfolglos.

Samuel Beckett in Paris

In Paris lernte er seine Lebensgefährtin, ab 1961 spätere Ehefrau, Suzanne Deschevaux- Dumesnil kennen und lieben. Er führte Tagebuch, schrieb einen ersten Roman, blieb als Autor aber erfolglos. Er hatte Kontakte mit verbotenen Malern und stand zeitweise selbst im Focus des Nationalsozialismus. Nach Kriegsende 1945 arbeitete er in Paris als Dolmetscher und begann seine erfolgreichste Schaffensphase. 1948 schuf er sein wohl bekanntestes Werk: ,,Warten auf Godot“ und auch dieses Theaterstück wurde erst 1953 in Paris, dann in Berlin, uraufgeführt. Sein Werk ist umstritten, aber er gehört zu den bekanntesten Schriftstellern des 20 Jahrhunderts. 1961 bekam er den ersten Literaturpreis, später 1969 sogar den Nobelpreis für Literatur. Er schuf neben Romanen und Texten auch einen ersten Film, mit dem vielsagenden Titel Film 1965 und führte auch zuvor bei der ersten Verfilmung seines Godots Regie. Er schrieb für das Fernsehen und den Rundfunk.

Bedeutende Werke waren unter anderem:

• Traum von mehr bis minder schönen Frauen (1932)
• Murphy (1934-37)
• Watt Der ausgestoßene (1946)
• Mercier und Carnier (1946)

Sowie viele andere Essays , Prosa und Theater-und Hörspiele. In Erinnerung bleibt er aber durch sein Warten, das Warten auf Godot. Im Alter von 83 Jahren starb er in Paris 1989.