Die Pariser Verträge von 1954

Am 23. Oktober im Jahr 1954 unterzeichneten die westlichen Verbündeten und die Bundesrepublik Deutschland unter Konrad Adenauer die Pariser Verträge. Bis 1991 war dieses Vertragswerk die völkerrechtliche Grundlage für die externen Beziehungen der Bundesrepublik fest.

Die Vorgeschichte der Pariser Verträge

Die USA und Großbritannien drängten nach dem Ausbruch des Koreakrieges darauf, dass Deutschland zur Verteidigung beitragen sollte. Frankreich schlug daraufhin vor, eine europäische Verteidigungsgemeinschaft zu gründen. Diese sollte aus den Truppen Frankreichs, den Benelux Staaten, Italien und der Bundesrepublik Deutschland bestehen. Die europäische Einigung sollte dadurch gestärkt werden und die Franzosen wollen damit verhindern, dass sich Deutschland wieder allein bewaffnet. Der Vorschlag wurde von Konrad Adenauer aufgenommen, aber er verlangte, dass für die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland auch wieder die volle Gleichberechtigung etabliert werden sollte. Zudem sollte der Besatzungsstatus aufgehoben werden und ein Deutschlandvertrag gemacht werden. Der Besatzungsstatus wurde schließlich 1951 überarbeitet und dann durch die Pariser Verträge und den Deutschlandvertrag 1955 aufgehoben. Nur für Berlin galten die vorherigen alliierten Besatzungsrechte weiter.

Der Inhalt der Pariser Verträge

Konrad Adenauer verliest am 25.02.1955 die Pariser Verträge im Deutschen Bundestag,.

Konrad Adenauer verliest am 25.02.1955 die Pariser Verträge im Deutschen Bundestag.

Im Deutschlandvertrag, der zum Vertragswerk der Pariser Verträge gehört, war verankert, dass Deutschland erhielt seine Eigenständigkeit und der Besatzungsstatus wurde aufgehoben. Zudem trat die Bundesrepublik Deutschland der NATO und der Westeuropäischen Union bei. Zwischen Frankreich und Deutschland wurde geklärt, dass das Saarland politisch unabhängig sei und wirtschaftlich an die Region Frankreich angebunden werde. Damit wurde der deutsch-französische Konflikt um das Saarland abgeschlossen. Im Jahr 1954 am 23. Oktober in der Hauptstadt Frankreichs, das Vertragswerk unterzeichnet. Zusammengefasst enthielt das Vertragswerk folgende Einzelverträge: Beitritt zur NATO, Beitritt Westeuropäischem Union, Deutschlandvertrag, Saarlandaufteilung mit Frankreich.

Die Warschauer Verträge

Der Warschauer Pakt kam durch die steigenden Konflikte zwischen der Sowjetunion und den Alliierten des Zweiten Weltkriegs und auch durch die Pariser Verträge zustande. Die Ostblockstaaten kamen in der Hauptstadt Polens zusammen und erarbeiteten dort die WVO. Diese wurde von Bulgarien, Ungarn, Albanien, Polen, Rumänien, der UdSSR, der CSSR und der DDR unterschrieben. Dadurch versichertn sich diese Staaten, dass sie den Frieden sichern wollten und im Falle eines Angriffs, gegenseitige militärische Hilfe leisteten. Der Warschauer Vertrag zerbrach nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 und dem Ausstieg von Ungarn.

Der Kalte Krieg

Über 40 Jahre lang gab es den sogenannten Kalten Krieg zwischen der Sowjetunion und der USA. Dieser Krieg war vor allem eine ideologische Auseinandersetzung und dieser Konflikt wurde nie offiziell geklärt. Am 9. November 1989 fiel in Deutschland zwischen den beiden Staaten die Mauer, ein Jahr später wurde der Kalte Krieg formell beigelegt. Dadurch lösten sich die Sowjetunion und der Warschauer Vertrag auf.

Bildquelle: German Federal Archive via wikimedia.org