Der Erste Weltkrieg, der in Europa, Afrika, Ostasien, dem Nahen Osten und auf den Weltmeeren geführt wurde, begann 1914 und endete 1918. Etwa 17 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben, viele Verwundete gab es auf allen Seiten. Deutschland, regiert unter Kaiser Wilhelm II., wurde besiegt. Die Monarchie wurde abgeschafft und die Republik ausgerufen.

 

Ende des Ersten Weltkrieges

In der Ende des Ersten Weltkrieges 1918/ 1919 führte die Novemberrevulotion zur Gründung der Weimarer Republik.

In der Endphase des Ersten Weltkrieges 1918/ 1919 führte die Novemberrevulotion zur Gründung der Weimarer Republik. Da Deutschland hohe Reparationskosten an die Kriegsgegner zu zahlen hatte, musste sehr viel Geld gedruckt werden, wodurch eine Hyperinflation in den Jahren 1922- 1923 folgte und viele Menschen ihre Arbeit verloren.

Das Deutsche Reich und seine Wirtschaft

Die Folgen des Ersten Weltkrieges prägten das Alltagsleben der Deutschen. Unterernährte Kinder und Erwachsene sowie Kriegsversehrte zeichneten das Straßenbild. Es entstand ein chronischer Mangel an Grundnahrungsmitteln, welcher eine Schleichhandel entstehen ließ, bei dem alle Art von Wertgegenstände gegen Kartoffeln, Mehl oder Eier getauscht wurden. All dieses Elend führte zu erhöhter Kriminalität, dem Kampf ums nackte Überleben durch Diebstähle und Plüderungen. Viele junge Leute, die einschneidende Erfahrungen in den Schützengräben der Ersten Weltkrieges gesammelt hatten, konnten im Arbeitsleben kein Fuß fassen und empfanden ihr Leben als nutzlos. Nicht wenige beendeten jenes freiwillig.
Aufgrund steigender Lebenshaltungskosten gab es für die Arbeiter kaum eine Möglichkeit, ihren engen Wohnungen zu entfliehen. Seit Ende des Ersten Weltkrieges herrschte in den städtischen Ballungsgebieten verheerende Wohnungsnot, da der Wohnungsbau nur schleppend voran ging.

Der kleine Aufschwung

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Hyperinflation, auf die eine Währungsreform folgte, erholte sich Deutschland Mitte der zwanziger langsam wieder. Gegen Ende der zwanziger Jahre wurde der Alltag für weite Bevölkerungskreise durch neue Medien bestimmt, die auf eine konsum- und freizeitorienierte Massenkultur gerichtet waren. Kinos und Theater wurden von finanzkräftigen Bürgern besucht. Auch die Möglichkeiten der Kommunikation durch das Telefon und die Motorisierung durch das Automobil und das Motorrad bedeuteten Flexibilität und Unabhängigkeit.

Doch durch die Weltwirtschaftskrise 1929 wurde dem Aufschwung eine jähes Ende gesetzt. Die Arbeitslosenquote stieg von unter 5 auf 16 Prozent an. Die Sozialsysteme brachen zusammen, Spargesetze ließen selbst den Kleinunternehmen kaum etwas zum Leben.

Im Janauar 1933 wird, durch die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, die Weimarer Republik abgelöst und das Dritte Reich gegründet. Deutschland war nun keine Demokratie mehr, sondern ein “nationalsozialistischer Führerstaat”.