Ein Kreisdiagramm, häufig auch Tortendiagramm, dient, wie alle anderen Diagrammtypen, zur grafischen Darstellung von Informationen, Daten oder Sachverhalten. Dieser Kreis wird in viele verschiedene Teilsektoren eingeteilt, die sich je nach Zahl und Teilwert von ihrer Größe unterschieden.

Beispiel: Umfrage zur Nationalität in Deutschland
Ist der Winkel und somit auch der Kreisausschnitt groß, ist diese Nationalität in Deutschland besonders häufig vertreten. Bei einem eher kleineren Kreisausschnitt, ist die Anzahl der dort dargestellte Nationalitätsform eher gering.

Um diese Ausschnitte besser unterscheiden und abgrenzen zu können werden sie häufig in verschiedene Farben, Muster oder Schattierungen dargestellt.
Ist der Kreis in die verschiedenen Sektoren aufgeteilt ähnelt er einem Stück geschnittenen Torte, woher der Name Tortendiagramm abstammt.

Verwendungsgebiete von Kreisdiagrammen

Ein Kreisdiagramm, häufig auch Tortendiagramm, dient, zur grafischen Darstellung von Informationen, Daten oder Sachverhalten.

Ein Kreisdiagramm, häufig auch Tortendiagramm, dient, zur grafischen Darstellung von Informationen, Daten oder Sachverhalten.

Am häufigsten genutzt werden Kreisdiagramme zur Darstellung von Verteilungen und Anteilen. Die Anzahl der Teilwerte und somit der jeweiligen Kreissektoren sollte niemals zehn übersteigen, da es sonst zu unübersichtlich wird. Denn je mehr Teilwerte man darstellt, desto mehr Kreissektoren müssen gezeichnet werden, die logischerweise immer kleiner werden. Hat die Statistik oder Umfrage jedoch mehr als zehn Teilwerte oder Gruppierungen, wird der letzte Kreisausschnitt mit „Sonstige/s“ oder „Andere“ bezeichnet.

Vor allem der Darstellung der Wahlergebnisse hat diese Art von Diagramm seine Bekanntheit zu verdanken. Nach jeder Wahl wird dieses Kreisdiagramm in jeglichen Medien dargestellt, um die prozentualen Stimmen der verschiedenen Parteien zu verbildlichen. Dort werden die gängigsten und am häufigsten gewählten Parteien dargestellt und kleinere Parteien fallen auch hier unter dem Posten „Sonstiges“.

Erstellung eines Kreisdiagramms

Um die Größe der Teilausschnitte des Kreises möglichst genau berechnen zu können, berechnet man mit folgender Formel die zu zeichnenden Winkel:

Winkel= (360°*Teilwert) : Gesamtwert

Da der gesamte Kreis über einen Winkel von 360° verfügt multipliziert man diesen mit dem Teilwert und dividiert diesen Wert mit dem Gesamtwert um das Verhältnis dazu zu errechnen. Hat man den Winkel ausgerechnet und mit einem Zirkel einen Kreis gezeichnet kann man mit Hilfe eines Geodreiecks die Kreisausschnitte kinderleicht einzeichnen.

Kritik

Das Kreisdiagramm kann, anders als zum Beispiel das Balken- oder Säulendiagramm, lediglich eindimensional und nicht mehrdimensional dargestellt werden. Beide sind in der Tabellenkalkulation sehr verbreitet und können im Gegensatz zu einem Piktogramm mehrere Informationen vermitteln.Um die Unterscheidung der Sektoren zu verdeutlichen soll man diese mit verschiedenen Farben füllen. Dies kann jedoch zur unbeabsichtigten Verwirrung des Betrachters führen. Zeichnet man ein Kreisausschnitt zufällig gewählt in rot, könnte der Betrachter davon ausgehen, dass dieser Ausschnitt auf Grund der Signalfarbe von höherer Wichtigkeit ist. Da jeder eine individuelle Farbwahrnehmung hat, kann dies zu vielen falschen Interpretationen führen. Will man eine Auswertung einer Statistik oder Umfrage, die über oder negative Werte Nullwerte verfügt, kann diese nicht in einem Kreisdiagramm gezeigt werden.