Der Begriff Nationalsozialismus wurde bereits im 18. Jahrhundert als Abgrenzung zur Richtung des Internationalen Sozialismus (Ferdinand Lasalle) geprägt. Bis heute wurde er im Verlauf der Geschichte unterschiedlich definiert. Die politisch größte Bedeutung bekam der Begriff Nationalsozialismus im Vorfeld und während des Zweiten Weltkrieges und wurde somit zur politischen Ideologie.

Definition des Begriffes

Der Nationalsozialismus wurde von eine schrecklichen Judenfeindlichkeit geprägt

Der Nationalsozialismus wurde von eine schrecklichen Judenfeindlichkeit geprägt

Die politische Ideologie des Nationalsozialismus ist eine radikale Richtung, deren Grundeinstellung rassistisch, antisemitisch, antidemokratisch und antikommunistisch ist. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Nationalsozialismus zu einer eigenständigen politischen Bewegung, die weiterhin durch extreme Judenfeindlichkeit gekennzeichnet war.

Drittes Reich, Hitler und der Nationalsozialismus

Im Jahre 1933 gelangte die Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) unter Führung Adolf Hitlers an die Spitze der deutschen Regierung. In den Regierungsjahren von 1933-45 gelang es Hitler und seinen Parteigenossen, Deutschland zum Führerstaat umzufunktionieren. Ein Ziel des Nationalsozialismus war die Errichtung eines großdeutschen Reiches, das hauptsächlich die östlich gelegenen Gebiete annektieren wollte, verbunden mit dem Gedanken an eine Weltherrschaft. Ein weiterer zentraler Punkt war die Propagierung eines Herrenvolkes.

Hitler sah das deutsche Volk als Herrenrasse, vor der alle anderen Völker und Volksgruppen als minderwertig galten. Diese Ansicht gipfelte im Nationalsozialismus in Hitlers Wahnvorstellung, die jüdische Rasse hätte sich dem deutschen Volk gegenüber verschworen, um an die Weltherrschaft zu gelangen. Dies hatte dann auch die zahlreichen Kriegsverbrechen und Völkermorde zur Folge, die im Nationalsozialismus unter dem Regime Hitlers verübt wurden und heute als Holocaust bezeichnet werden. Hitler war weiterhin im Begriff, Deutschland zum totalitären Staat umzufunktionieren. Dies geschah durch das Zerschlagen von Demokratie, durch Durchsetzung einer Einparteienherrschaft und die Abschaffung der Gewaltenteilung.

Deutschland wurde zum rein kontrollierenden Polizeistaat, die Gewalt lag in den Händen von einer Instanz. Wie schon erwähnt, spielte vor allem die Expansionspolitik Hitlers eine große Rolle, die schlussendlich auch zum Zweiten Weltkrieg führte. Nachdem Österreich und das Sudetenland dem Reich angeschlossen wurde, griff Hitler Polen an, um es ebenfalls zu besetzen. Dies hatte zur Folge, dass im September 1939 der Zweite Weltkrieg begann. Die Herrschaft der Nationalsozialisten endete dann im Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, die Ära des Nationalsozialismus war zu Ende.