Die ABC-Analyse ist eine Analyse des betriebswirtschaftlichen Einflusses, einzelner Produkte, auf den Gesamtumsatz. Dabei werden Produkte in A-, B- und C-Produkte unterteilt. Ein A-Produkt ist dabei am stärksten am Umsatz beteiligt und ein C-Produkt am Wenigsten.

Funktion der ABC-Analyse

Diese dient im Unternehmen als betriebswirtschaftliches Mittel um Strategien und Pläne zu erarbeiten. Dabei ist die Vorgehensweise sehr simpel aufgebaut. Es werden Wertepaare, die vorerst nach ihrer Größe sortiert werden, gegenüber gestellt. So wird, auf einfachem Wege, ein Ist-Zustand ermittelt, auf dem aufgebaut und geplant werden kann.

Ein Beispiel hierfür ist der Zusammenhang zwischen dem Kunden und dem Umsatz. Kunde A macht hierbei den meisten Umsatz und Kunde C den Wenigsten. Der Sinn in der ABC-Analyse besteht darin, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen, die Effektivität im Unternehmen zu steigern und unwirtschaftliche Handlungen zu vermeiden.

Dabei soll ein Überblick, über das vorhandene Warenlager und die Einteilung der Waren anhand der ABC-Analyse Aufschluss darüber geben, auf welchen Produkten es sich lohnt aufzubauen und wie sich die aktuelle Lage hinsichtlich der Bestellpolitik verbessern könnte. Eine Just-in-time Lieferung kann in einigen Fällen zu einer Reduzierung der Lagerkosten führen und so die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens steigern.

Die ABC-Analyse ist sehr vielseitig

Dabei ist die ABC-Analyse vielseitig einsetzbar, denn das Ziel ist es in jedem Fall, die betriebswirtschaftlichen Zahlen übersichtlich zu gestalten. Dabei sind vor allem die A-Produkte ein Faktor, der mit hohen Aufwand bearbeitet werden sollte.
Neuerdings wird die ABC-Analyse selbst in der Personalwirtschaft angewandt, so werden Mitarbteiter ebenfalls in A, B und C unterteilt, wobei wie auch im Handel A das stärkste Glied und C das Schwächste darstellt.

Einteilung der Güter

In der ABC-Analyse haben A-Produkte einen Wert von 80 Prozent, B-Produkte einen Wert von 15 Prozent und C-Produkte einen Wertanteil von lediglich 5 Prozent.

Vor- und Nachteile der ABC-Analyse

Vorteile einer solchen Analyse sind vor allem die einfache Anwendbarkeit. Das Erarbeiten ist mit einem vertretbaren Aufwand verbunden und bietet einen hohen Nutzen. Die übersichtliche Darstellung lässt die Ergebnisse für jeden sehr gut erkennen.

Nachteilig hingegen ist, das die Einteilung in lediglich drei Klassen nur sehr grob gegeliedert ist. Eine Aufgliederung in weitere Klassen würde dabei der einfachen Aufteilung widersprechen. Außerdem ist die Analyse sehr Einseitig, da nur ein Kriterium im Unternehmen beachtet wird.

Anwendung und Beispiel der ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist eines der wichtigsten Prinzipe in der Wirtschaft. In den meisten Bereichen der Wirtschaft kann man eine solche Analyse anwenden. Egal ob im Einkauf oder und der Kundenanalyse. Mithilfe der ABC-Analyse kann man die Gewichtung der gegeben Daten erfassen und auswerten.

Die ABC-Analyse wurde bereits 1951 entwickelt
In der Analyse geht es darum, Dinge in drei Gruppen einzuteilen. Wie der Name es schon sagt, gibt es eine A-Gruppe, eine B-Gruppe und eine C-Gruppe. Die A-Gruppe ist die stärkste der Gruppen, dort befinden sich nicht viele Anteil, dafür aber die wertvollen. In der B-Gruppe findet man einen relativ großen Anteil, der einen mittleren Wert hat. Die C-Gruppe besteht dementsprechend aus der Mehrzahl der Dinge, die dafür nur einen geringen Anteil am gesamten Wert haben. Auch wenn es sich in dieser theoretischen Erklärung etwas komplizier anhört, versteht man diese Analyse mit einem kurzen Beispiel sehr schnell.

ABC-Analyse Beispielrechnung
In diesem Beispiel möchte man seine Kunden analysieren und herausfiltern, wer wie wichtig für das Unternehmen ist. Nun geht man davon aus, dass ein Unternehmen folgende zehn Kunden hat und dass man von den Kunden die gegebenen Umsätze verbucht:

  • Kunde 1: 60.000 Euro
  • Kunde 2: 7.000 Euro
  • Kunde 3: 5.000 Euro
  • Kunde 4: 8.000 Euro
  • Kunde 5: 6.000 Euro
  • Kunde 6: 90.000 Euro
  • Kunde 7: 800.000 Euro
  • Kunde 8: 7.500 Euro
  • Kunde 9: 5.500 Euro
  • Kunde 10: 11.000 Euro

Wenn man nun seine Kunden analysieren will, muss man die Kunden in die drei Gruppen einteilen. Gegeben sind zwei Bedingungen, der Umsatz und die Menge der Kunden.

Da es ein einfaches Beispiel sein soll, handelt es sich um 10 Kunden und einem gesamten Umsatz von einer Millionen Euro. Mit diesen Informationen kann man die Analyse durchführen. Dementsprechend wär Kunde 7 mit einem Umsatz in der A-Gruppe. Kunde 6 und Kunde 1 in der B-Gruppe und die anderen Kunden in der C-Gruppe.

Das fiktive Unternehmen hat also nur einen Kunden (die A-Gruppe) der für einen Großteil des Umsatzes verantwortlich ist. Zwei weitere Kunden (Die B-Gruppe) verbucht einen akzeptablen Umsatz für die Größe der Gruppe und die C-Gruppe ist zwar sehr groß, dafür aber nicht Umsatzstark.

Mit dieser Analyse kann man also schnell erkennen welche Kunden wie wichtig sind. Durch die beispielhafte Analyse kann man erkennen, dass das fiktive Unternehmen in einer bedrohlichen Situation ist. Wenn man Kunde 7 verliert ist die Existenz gefährdet.