Mittels unsere Muttersprache können wir uns untereinander verständigen, wir koordinieren unsere Handlungen, wir können dadurch unser Wissen erweitern, uns Anderen mitteilen, wir können Emotionen bzw. Gefühle vermitteln und vieles andere mehr. Schon die Leistungsfähigkeit dieses Sprachinstrumentes zeugt davon, dass die Beherrschung der deutschen Grammatik nicht so einfach sein kann. Der Aufbau und die Form sind derart komplex, dass es für Viele nicht einfach ist gerade unsere Muttersprache zu erlernen. Die Grammatik der deutschen Sprache ist verhältnismäßig schwer gegenüber vielen anderen Sprachen.

Warum ist die Grammatik unserer Sprache so schwer zu erlernen?

Allgemein wird das Erlernen unserer Muttersprache als sehr schwierig empfunden. Für die Lernenden ist es kompliziert, das Labyrinth unserer Grammatik zu verstehen. Die deutsche Sprache weist viele Eigenheiten auf, oft sind gerade die Besonderheiten der Grammatik nicht logisch nachzuvollziehen. Vieles muss sich der Schüler einfach einprägen, um es anwenden zu können. Denken wir allein an die Deklination der Verben, dort sind schon die starken Verben mit sechs unterschiedlichen Formen für den Singular und den Plural vertreten. Und wenn die zusammengesetzten Verben sich in der Satzstellung eigenwillig ändern und dann auf einmal nicht mehr nebeneinander sondern am Anfang und am Ende des Satzes zu finden sind, spätestens dann beginnt für viele der Frust mit der Sprache.

Insbesondere in der deutschen Grammatik finden sich viele Sonderregeln, die das Lernen der Sprache erschweren.

Insbesondere in der deutschen Grammatik finden sich viele Sonderregeln, die das Lernen der Sprache erschweren.

Schwerpunkte der deutschen Grammatik

Flexion: Werden Wörter flektiert (gebeugt), dann werden sie in grammatische Formen abgewandelt. Es ist ein Ausdruck von verschiedenen Personen, Fällen, Zeitformen oder Anzahlen. Das Ganze geschieht durch das Anhängen ganz bestimmter Endungen bzw. bestimmter Änderungen und Umformungen. Ein Wort zu flektieren (beugen) bedeutet, es in seine grammatischen Formen abzuwandeln. Dadurch werden verschiedene Personen, Fälle, Zeiten oder Anzahlen ausgedrückt.
Flektierbare Wortgruppen unterscheidet man nach:

Zu den deklinierbaren Wortarten sind:

  • Nomen
  • Pronomen
  • Artikel
  • Adjektive
  • Numeralien

Die deutsche Deklination (Flexion von Nomina, Beugung) in unserer Muttersprache umfasst Regeln, die Wörter nach bestimmten grammatischen Kategorien verändern.

Kasus (Fall): (Beispiele) Nominativ (Wer-Fall), Akkusativ (Wen-Fall), Genitiv (Wes-Fall), Dativ (Wem-Fall)
Numerus (Zahl): (Beispiele) Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl)
Genus (Geschlecht): Maskulinum (männlich), Femininum (weiblich), Neutrum (sächlich)

Mit Hilfe der Konjugation wird ein Verb hinsichtlich
– Person,
– Numerus des Nomens (Singular oder Plural)
– Tempus (Zeit)
– Modus (Indikativ, Imperativ oder Konjunktiv)und
– Genus Verbi (Aktiv oder Passiv) bestimmt.

Es können jedoch nicht alle Wortgruppen flektiert werden. Diese werden Partikel genannt und sind:

  • Adverbien
  • Interjektionen
  • Konjunktionen
  • Präpositionen

Überschneidungen
Ein Teilgebiet der Deutschen Grammatik ist die Rechtschreibung (Orthographie). Dieses Gebiet beinhaltet die formalen Regeln der gesamten Sprache. Um die Sprache möglichst fehlerfrei zu erlernen, ist der gesamte Lernprozess als Einheit zu sehen: Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben.