Aus dem griechischen Begriff mathÄ?matikÄ? téchnÄ?, also der „Kunst des Lernens“, wurde das Wort Mathematik gebildet. Die Mathematik (umgangssprachlich Mathe) ist laut Beschreibung des Dudens „die Lehre von den Zahlen, Figuren, Mengen, ihren Abstraktionen und den zwischen ihnen möglichen Relationen und Verknüpfungen“. Eine übergreifend angenommene und allgemein gültige Definition des Begriffes Mathematik bzw. Mathe ist jedoch nicht vorhanden.

Die Mathematik in der geschichtlichen Entwicklung

Das Zählen von Gegenständen, z.B. von Steinen, Muscheln oder anderen Gegenständen, fand bereits vor 50.000 Jahren statt. Sogenannte Kerbhölzer können auf die Zeit vor rund 20.000 und 30.000 Jahren datiert werden.

Die Mathematik ist “die Lehre von den Zahlen, Figuren, Mengen, ihren Abstraktionen und den zwischen ihnen möglichen Relationen und Verknüpfungen”.

Die Mathematik ist “die Lehre von den Zahlen, Figuren, Mengen, ihren Abstraktionen und den zwischen ihnen möglichen Relationen und Verknüpfungen”.

Etwa ab 2600 vor Christus entwickelten die Ägypter im Rahmen des Pyramidenbaus die Geometrie: Rechte Winkel sowie ein Neigungswinkel von genau 52 Prozent sprechen für genaue Berechnungen der Bauwerke. Zu dieser Zeit kannte der Mensch bereits Zahlzeichen bis 100.000, die in Hieroglyphen ausgedrückt wurden.
Das aufgefundene „Papyrus Rhind“, ein um 1700 vor Christus vom Schreiber Ahmes erstelltes Dokument, führt insgesamt 84 Aufgaben für Feldmesser und Verwaltungsbeamte auf. Insbesondere die Berechnungen von Getreidebedarf, die Ermittlung von Flächen- und Rauminhalten sowie die Umrechnung von Maßangaben findet man im „Papyrus Rhind“ wieder. Neben den bereits angewendeten Grundrechenarten und der Geometrie wurden auch erste Schritte in der Bruchrechnung gemacht. Die griechische Epoche förderte in allen Wissenschaftsbereichen kluge Köpfe hervor und machte auch vor der Mathematik keinen Halt:

Beginnend mit Thales von Milet und Pythagoras von Samos sind auch die Namen Euklid von Alexandria und Archimedes von Syrakus prägend in der Mathematik.

Im römischen Reich wurde die Mathematik nicht als eigenständige Wissenschaft angesehen, sondern in Verbindung mit anderen Lehren genutzt. Die Astronomie und Physik beinhaltete ebenso mathematische Erkenntnisse wie die Berechnung von Steuern und Ländereien. Die im 12. und 13. Jahrhundert wiederentdeckten Veröffentlichungen Euklids sowie die Einführung der arabischen Dezimalzahlen und der Algebra (Berechnung von Gleichungen) leitete die europäische Mathematik ein. Heute ist „Mathe“ nicht nur ein Schulfach, sondern wird auch an Universitäten und Fachhochschulen als eigenständiger Studiengang angeboten.

Die Mathematik und ihre Teilgebiete

Eine große Auswahl an Teilgebieten wird von dem Begriff der Mathematik umfasst: Das Rechnen mit Zahlen wird als Arithmetik bezeichnet. Die Berechnung von Figuren und Flächen (Geometrie), die Algebra (Berechnung von Gleichungen) und die Logik, also das Ziehen von richtigen Schlussfolgerungen gehören ebenfalls zu dem Unterrichtsfach „Mathe“. Weitere Mathematik-Gebiete, die sich erst in den letzten Jahrhunderten entwickelt haben, sind: Zahlentheorie, Analytische Geometrie, Stochastik, Analysis, Funktionstheorie, Differentialgeometrie, Gruppentheorie, Mengenlehre, Universelle Algebra und Statistik.

Die Mathematik und ihre großen Köpfe

Natürlich ist es nicht möglich, den größten Mathematiker aller Zeiten zu küren, da die Mathematik im Laufe der Jahrtausende unzählige schlaue Köpfe hervorgebracht hat. Aus diesem Grund folgt eine kurze Vorstellung einiger bedeutender Mathematiker der Geschichte:

Pythagoras von Samos, der den meisten aus der Schulzeit bekannt sein dürfte, lebte von etwa 570 vor Christus bis etwa 510 vor Christus im antiken Griechenland. Als einer der bekanntesten Philosophen, Mathematiker und Naturwissenschaftler entwickelte er den Satz des Pythagoras.

Sir Isaac Newton wurde am 4. Januar 1643 in England geboren und starb am 20. März 1727. Der wohl einflussreichste Mathematiker dieser Zeit veröffentliche mit den Schriften „Philosophiae naturalis principia mathematica“ oder „Principia“ wichtige Werke, die sich mit Differentialrechnung und auch Integralrechnung befassten.

Die Mathematik in der Schule und im Studium

Mathe ist im heutigen Schulsystem ein Haupt- und damit ein Pflichtfach, welches von der ersten Arithmetik (Addition, Subtraktion etc.) in der Grundschule über die Geometrie bis hin zur Differential- und Integralrechnung (in der Oberstufe) führt.

An Universitäten und Fachhochschulen bietet der Studiengang der Mathematik mittlerweile unterschiedliche Teilbereiche, die neben dem Lehramt für Mathe an Schulen u.a. auch Wirtschaftsmathematik oder Computermathematik umfassen können. Aber auch Studiengänge wie Informatik, Chemie, Physik, Geologie und die unterschiedlichen Ingenieurwissenschaften beinhalten mathematische Lehren.