Die Tschechische Republik, kurz Tschechien genannt ist ein demokratischer Staat in Mitteleuropa. Die Tschechische Republik setzt sich aus den Ländern Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien zusammen. Die Ländergrenzen sind im Norden und Westen Deutschland. Im Süden ist es Österreich, im Südosten die Slowakei und im Osten grenzt Tschechien an Polen.

Geschichte der Tschechischen Republik

Erste Anzeichen einer Besiedelung, auf dem Gebiet Tschechiens, gehen bis auf die Neandertaler zurück. Das Gebiet wurde von Kelten, germanischen Stämmen und Slawen besiedelt. Bis zum 9. Jahrhundert sprach man nur von Böhmen oder Mähren, als große Volksgruppen. Erst ab dem 9. Jahrhundert wurde Tschechien erwähnt. Besonders hervorzuheben ist hier die sogenannte Hussiten-Bewegung und die Verbrennung des Kirchenreformators Jan Hus 1415. Bis zum Jahr 1434 wurde die politische und Religiöse Situation von den Hussiten bestimmt.

Die Tschechische Republik wie sie heute existiert, gibt es seit 1993.

Die Tschechische Republik wie sie heute existiert, gibt es seit 1993.

Nach den Hussiten herrschte die polnisch-litauische Dynastie der Jagiellonen, bis von 1526-1918 die Habsburger die Herrschaft über das Königreich Böhmen erlangten. Das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik war sehr auf das deutsche Kaiserreich ausgerichtet. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618-1648, welcher durch den sogenannten „Prager Fenstersturz“ eingeleitet wurde, gab es diverse geschichtliche Ereignisse. Der Prager Fenstersturz verdankt seinen Namen der Tatsache, dass man sich gegen die Herrschaft des deutschen Kaisers auflehnte. Auf der Prager Burg warf man, drei Vertreter, böhmischer, protestantischer Stände, aus dem Fenster um ein Zeichen zu setzen. Der Sturz wurde übrigens von allen Dreien überlebt. Der Dreißigjährige Krieg stellte einen wichtigen Wendepunkt, in der europäischen Geschichte dar und verwüstete große Teile Deutschlands und Europas. Unter Habsburger Herrschaft war Deutsch überwiegend Amtssprache. Das Tschechische Volk kämpfte lange Zeit um die eigene Sprache und die Eigenständigkeit. Erst 1864 wurde Tschechisch als 2. Amtssprache eingeführt. Mit dem 1.Weltkrieg begann auch wieder der Kampf um Unabhängigkeit. Am 28.10.1918 wurde der erste Tschechoslowakische Staat ausgerufen. Prag wurde zur Hauptstadt erklärt und Thomas Masaryk zum ersten tschechischen Präsidenten. Da auf dem tschechischen Gebiet, immer noch, sehr viele Sudetendeutsche lebten, erhob jetzt das Nationalsozialistische Regime Anspruch auf die Tschechoslowakei.
Nach dem 2. Weltkrieg gründeten die Tschechen mit den Slowaken einen gemeinsamen Staat, die Tschechoslowakische Volksrepublik. Diese sogenannte Volksrepublik wurde nach dem Vorbild der Sowjetunion errichtet, das Regime war sozialistisch. Eine kurze Auflehnung im sogenannten ,, Prager Frühling“- 1968 wurde Seitens der Regierung und der Sowjetunion zerschlagen. Das Regime regierte bis 1989, bis der Ostblock aufgelöst wurde. Im Jahr 1990 erfolgte dann die erste demokratische Wahl. Ab 1993 löste sich Tschechien von der Slowakei und hatte endlich wieder einen eigenständigen Staat, die Tschechische Republik. 1993 trat die Tschechische Republik dem Europarat bei und ab 1999 der NATO. In die europäische Union trat die Tschechische Republik dann 2004 ein.