Wie jede Epoche hat auch die Romantik in verschiedenen Bereichen des Lebens ihre Spuren hinterlassen. Die Zeit, deren Name sich von „romanisch“ ableitet, prägte Stadtbilder, Schriftsteller und Musiker allerorten in Europa. Was sind Kennzeichen dieser Zeit und in welche Abschnitte lässt sich die Romantik unterteilen?

Allgemeines über die Romantik

Nach Rokoko und Klassizismus begann die romantische Zeit gegen 1790. In den folgenden knapp 60 Jahren taten sich nicht nur Musiker und Künstler, sondern auch Schriftsteller in besonderem Maße hervor. Das besondere Kennzeichen dieser Zeit ist wohl, dass sie nur von wenigen Konventionen geprägt wurde und den Künstlern beim Ausführen ihrer Tätigkeit nahezu freie Hand ließ.

Das Ende der Romantik wird ungefähr mit dem Beginn der industriellen Revolution in Deutschland 1848/49 gesehen. Bekannte Künstler und Schriftsteller waren Novalis, E.T.A. Hoffmann, der Maler Caspar David Friedrich und einige andere.

Zum Inhalt in Musik, Theater und Literatur

Künstler und Literaren nahmen sich häufig das Mittelalter zum Vorbild

Künstler und Literaren nahmen sich häufig das Mittelalter zum Vorbild

Während noch wenige Jahre bevor die Romantik begonnen hatte, äußerst streng reglementiert war, was besungen oder mit einem Gedicht gewürdigt wurde, war die Gestaltung von Text und Vers ab ungefähr 1790, als die Romantik ihren Anfang nahm, weitestgehend frei. Die Tiefen der menschlichen Seele wurden ebenso in den Werken der Romantik verarbeitet, wie alltägliche Erscheinungen des Lebens. Rückbezüge auf vergangene Epochen hatte es vorher nicht gegeben.

Die Künstler der Romantik nahmen sich das Mittelalter zum Vorbild – versetzten ihre Protagonisten in diese Zeit zurück oder bedienten sich dem Sprachgestus. Eine Neuerung war ebenfalls die Ironie, die beispielsweise Theaterstücke durchzog.

Woran erkennt man Werke der Romantik?

Wie die Werke jeder Epoche haben auch die, welche von 1790 bis zirka 1850 entstanden, besondere Kennzeichen. Während die Literatur war von Werken, die sich um die blaue Blume, Fenster und Spiegel rankten, war das Ziel der Maler vor allem, mit veralteten Epochen und deren Vorgaben, zu brechen.

Besannen sich die Künstler größtenteils auf Religion, Natur und die Historie zurück, wollten Literaten unter anderem auf Probleme wie die Flucht in die Privatheit und den immer stärker aufkommenden Nationalismus aufmerksam machen und sich kritisch mit ihnen auseinandersetzen. Die freie Entfaltung der Fantasie lag Künstlern wie Schriftstellern und Musikern gleichermaßen am Herzen.