Eine Hochschule ist eine Bildungseinrichtung des tertiären Bereichs und in der Orientierung wissenschaftlich, künstlerisch oder angewandt. Sie ist zuständig für Lehre und Forschung. Die Immatrikulation ist die Einschreibung zum Studium und in der Regel nach dem Abitur möglich. Es gibt teilweise auch Ausnahmeregelungen dafür.

Äußere Hochschularten

In Hochschulen geht es um wissenschaftliche Lehre und Studium und um akademische Grade beim Studienabschluss. Statt wie bisher Diplom und Magister ist die Einstufung in Bachelor und Master seit einiger Zeit üblich. Es existieren neben staatlichen Hochschulen auch private und zudem Universitäten für ein Fernstudium. Als Bezeichnungen sind üblich Fachhochschule, Hochschule für ein bestimmtes Fachgebiet, Akademie, Konservatorium oder Universität. Anwendungsorientierte Hochschulen mit integrierten Praxiszeiten in Firmen werden als duale Hochschulen bezeichnet. Die Ausbildung ist durch Hochschulgesetze geregelt.

Innerer Hochschulaufbau

Jede Hochschule gliedert sich in Fachbereiche, Fakultäten oder Institutionen unter Dekanleitung. Die Hochschulführung ist ein Präsidium oder Rektorat. Dieses hat üblicherweise einen Kanzler. Eine Hochschule weist zudem einen akademischen Senat, eine Hochschulverwaltung und einen Service-Bereich auf. Eine Bibliothek, ein Rechenzentrum, eine Studienberatung und ein Studentenwerk sind weitere Einrichtungen für die Studenten, die auch Studierendenschaft genannt wird.

Bachelor als Studiengang

Die meisten Hochschulen haben unterschiedliche Schwerpunktbereiche.

Die meisten Hochschulen haben unterschiedliche Schwerpunktbereiche.

Der Bachelor ist unterster akademischer Grad, der nach einer Studienzeit von drei oder vier Jahren erreicht werden kann. Es sind meist Studiengänge eines einzelnen Fachs. An manchen Hochschulen können mehrere Studienfächer belegt werden im Zwei-Fach-Bachelor-Studium. Insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften sind die Berufsfelder nicht immer einfach abgrenzbar. Strukturiert sind Bachelorstudiengänge in Module. Die Module sind eine Einheit von Lehrveranstaltungen mit erreichbaren Leistungspunkten. Angestrebt wird in Europa eine Vereinheitlichung der Abschlüsse. Und es geht auch um einen starken Praxisbezug. Ein Bachelor ist Voraussetzung für einen Masterstudiengang.

Master als Studiengang

Durch einen Masterstudiengang werden wissenschaftliche Studienbereiche vertieft oder erweitert. Auch eine Umorientierung ist möglich. Die Dauer ist meist zwei bis vier Semester. Dieser akademische Grad entspricht vom Niveau her dem Diplom- und Magisterabschluss. Von Absolventen eines Masterstudiengangs werden Offenheit und Kreativität im Berufsleben und im wissenschaftlichen Arbeiten erwartet. Ein Schwerpunkt liegt auf Fähigkeiten im theoretisch-analytischen Arbeiten. Als Profile beim Master gibt es forschungsorientierte, anwendungsorientierte, lehramtsbezogene und künstlerische Typen. Und es wird unterteilt in Masterstudiengänge, die konsekutiv und weiterbildend sind.

In Deutschland erfolgte die Einführung von Bachelor und Master im Kontext des Bologna-Prozesses. Dieses Vorhaben politischer Art, an dem sich europäische Bildungsminister beteiligten, ist die Schaffung eines Hochschulraums, der einheitlich ist in Europa. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel der Erwerb des Abiturs. Unternehmer unterstützen auch immer mehr die Immatrikulation ihrer Mitarbeiter in duale Studiengänge.