Theoretisches Hintergrundwissen, das auch ganz praxisnah zum Einsatz kommt – ideale Lernvoraussetzungen, wie sie nur ein duales Studium bieten kann. Stellte sich früher nach dem Abitur die Frage: „Immatrikulation an einer Hochschule oder betriebliche Ausbildung?“, so hier heute gar keine Entscheidung mehr nötig, denn das duale Studium ist die perfekte Mischung aus beidem.

Ausbildung und Studium in einem

Das duale Studium ist eine Kombination aus fundierter wissenschaftlicher Arbeit einerseits und klassischer betrieblicher Ausbildung andererseits. Studierende wie Unternehmen wissen die Vorteile, die ein duales Studium zu bieten hat, zunehmend zu schätzen. Durch die eng verzahnte Kooperation von Bildungsanbietern und Unternehmen von Anfang an ist der Praxisbezug besonders hoch und bietet die ideale Grundlage für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben.

Berufsausbildung integriert

Bei ausbildungsintegrierten Angeboten verbindet das duale Studium eine praktische Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit einem wissenschaftlichen Hochschul– oder Berufsakademie-Studium. Der hohe Praxisbezug wird durch begleitendes Arbeiten in dem erlernten Beruf sichergestellt, das entweder tageweise oder im Block in das duale Studium integriert ist.

War dies früher nur nacheinander oder durch ein zusätzliches berufsbegleitendes Fernstudium möglich, können beim dualen Studium nach in der Regel drei Jahren ein berufsqualifizierender Abschluss und als wissenschaftlicher Abschluss der Bachelor gleichzeitig erworben werden.

Zu den anerkannten Berufsabschlüssen, die von den Industrie- und Handelskammern im Rahmen des dualen Studiums vergeben werden, zählen zum Beispiel die für Industriekaufleute, Mechatroniker oder Fachinformatiker.

Einblick durch Praxis

Wem es beim dualen Studium zwar auf einen hohen Praxisanteil, nicht aber auf einen berufsqualifizierenden Abschluss ankommt, für den gibt es praxisintegrierte Studiengänge.
Auf dem Weg zum Bachelor-Abschluss gibt es reichlich Gelegenheit, die Arbeitsabläufe kooperierender Unternehmen in allen Einzelheiten kennen zu lernen.

Bachelor und Master

Die Zugangsvoraussetzung für ein duales Studium, das in der Regel nach drei Jahren zum Bachelor-Abschluss führt, ist das Abitur oder die Fachhochschulreife. Auskunft darüber, unter welchen Umständen auch andere Berufsbefähigungen akzeptiert werden, geben die jeweiligen Bildungsanbieter. Neben dem Fernstudium, ist das duale Studium eine gute Alternative. Auch hier muss man sich an einer Hochschule immatrikulieren.

Mit dem international anerkannten Bachelor-Studiengang erwerben Studierende nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern ihren ersten akademischen Abschluss. Je nach Fachrichtung – zum Beispiel Business Administration, Ingenieurwesen oder Informatik – schließen sie mit dem Bachelor of Arts (B.A.), Bachelor of Science (B.Sc.), Bachelor of Engineering (B.Eng.) oder dem Bachelor of Laws (LL.B.) ab.

Wer sich weiter spezialisieren möchte, kann dies im Rahmen eines anschließenden Master-Studienganges zu tun. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester und auch auf dem Weg zum zweiten akademischen Abschluss wird der Praxisanteil groß geschrieben.