Die Glosse reiht sich unter folgende Textarten ein: Leitartikel, Kommentar, Karikatur und Leserbrief. Der Begriff stammt aus der griechisch-lateinischen Sprache und bedeutet übersetzt „glossa= Zunge“. Ursprünglich war sie von ihrer Bedeutung her eine ergänzende Bemerkung zu einem bereits vorhandenen Text und versteht sich heute in der Tageszeitung als „Randbemerkung“.

In der Sprachwissenschaft enthält die Glosse im Unterschied zu einem Kommentar keine objektiven Informationen über den Sachverhalt oder das Ereignis. Es kann in einer Glosse ohne Weiteres vorkommen, dass man den Sinn oder den etwaigen Witz nur versteht, wenn man bereits eine Nachricht oder einen Bericht über das erforderliche Thema gelesen hat. Laut Sprachwissenschaft steht die Glosse der Karikatur sehr nahe. Die eigene, verfasste Meinung kann völlig subjektiv zum Ausdruck gebracht werden.

Die Glosse in Schüler- und Tageszeitungen

Nach der Sprachwissenschaft muss eine Glosse keine objektiven Informationen über den Sachverhalt enthalten.

Nach der Sprachwissenschaft muss eine Glosse keine objektiven Informationen über den Sachverhalt enthalten.

Die Glosse ist unbedingt reizvoll in Schülerzeitungen. Auch wenn ihre Darstellungsform mitunter schwierig ist, zählt sie ohne Frage zu den spitzigsten Kommentaren überhaupt. Der Schreiber sollte sich gut in der Sprachwissenschaft auskennen und bestens vorbereiten. Sprachlich eingesetzte Mittel sollten so eingesetzt werden, dass die Ironie wirken kann. Die Glosse ist recht gut für kurze Meinungsartikel geeignet, ist nicht auf ein bestimmtes Ressort bestimmt und in ihrer Form freier als der Kommentar. Die Form der Argumentation sollte zugespitzt formuliert sein und in einer Pointe(unerwartete Wendung) münden. In der allgemeinen Sprachwissenschaft handelt es sich bei der Glosse um eine Meinungstilform mit einer ausgeprägten feuilletonistischen Sprachgebung. Originelle Wörter, Umgangssprache, Mundart und Dialekt macht sie aus. Sie will ihre Adressaten zum Lachen bringen und sorgt bisweilen für Amüsement und Heiterkeit.

Die Süddeutsche Zeitung hat eine ständige Glossen-Rubrik eingerichtet. Das Streiflicht erscheint wie ein Leitartikel. Die Glosse beschäftigt sich gerne mit einer zeittypischen, manchmal auch tagesaktuellen Erscheinung. Hier ist der Ausdruck spöttisch und humorvoll. Sie streift einen bestimmten Themenaspekt, indem sie diesen Aspekt kurz und treffend bescheibt. Das älteste deutsche Glossar ist die sogenannte „Abrogans“(um 765 aus Freising). Die Hauptorte der Glossare waren Arbeiten aus den Klöstern Murbach, Reichenau und St. Gallen.

Die Satire in der Sprachwissenschaft

Die Satire ist beißender Humor. Der Begriff stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet in der Sprachwissenschaft übersetzt: „Schlüssel mit verschiedenen Früchten“. Zuerst vom römischen Dichter Lucilius im heutigen Sinne benutzt. Ein literarisches Werk, dass zeitgenössische Missstände lächerlich machen will, eben eine Art Zeitkritik. Die Stilmittel sind in erster Linie der Paodie und der Ironie nahe. Die Kolumne bezeichnet einen kurzen Meinungsbeitrag, eine Art lebender Kommentar. Das Gedicht, gemäß der Sicht der Sprachwissenschaft, ein sprachliches, lyrisches Kunstwerk in Vers- und Strophenform.