Eine Satire, ein lebendiger, literarischer Körper in ihrer Zeit. Reflektiert die Themen, die mit dem aktuellen Zeitgeschehen zusammenhängen. Sie ist immer auch Stellungnahme des Autors und trägt den Hinweis an den Leser, genauer hinzuschauen, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Wie stark die Satire auf die jeweilige Zeit bezogen ist, sieht man an Beispielen berühmter Satiren, die heutzutage keine mehr sind; z.B. Gullivers Reisen von Swift war damals eine glasklare Satire, ist heute nur mehr ein fantasievoller Abenteuerroman.

Stilmittel

DIe Satire liebt es, gesellschaftliche Zustände ins Gegenteil zu verkehren, um auf sie aufmerksam zu machen, sie benutzt überspitzte Schilderungen von Personen, um deren Schwächen offenzulegen, die Ironie ist ihre liebste Waffe und wenn sie milder gestimmt ist, benutzt die Satire die Parodie.

Gestaltungsformen


Satire sei wie ein Gaukler in verschiedenen Kostümen. Aus diesem Grunde ist es schwer, sie auf eine Definition festzulegen, sie ist wandelbar und benutzt diejenige Form, die am besten zum Gegenstand der satirischen Betrachtungsweise passt; mal erscheint sie im Gewand eines Gedichts, mal als Roman, aber auch Märchen, Filme und Essays können satirische Züge haben.

Auch die Glosse, diese kürzeste von allen journalistischen Formen, hat manchmal satirischen Charakter.
Im Bereich der Sprachwissenschaft bedauern die Theoretiker oft, dass das Interesse an der Satire ihr bei Weitem nicht gerecht wird, dennoch, sie ist ein Schelm, sie springt in sämtliche Prosa und gibt ihr einen frechen Anstrich.

Da ist die Kolumne z.B. ganz anders, sie wirkt ein wenig brav und züchtig daneben, obwohl auch sie von der Meinung des Literaten lebt, der sie verfasst. Alles in allem möchte die Satire, die Welt zum Guten wandeln, obwohl sie so bissig und trotzig daherkommt, will sie die Menschen zum Nachdenken bringen, möchte Anstösse geben und Missstände aufzeigen.

Berühmte Satire-Autoren

Kishon, Tucholsky, Swift, Twain, Cervantes und Voltaire. Wenn man selber ein satirisches Werk schreiben möchte, muss man sich zunächst einmal über den Gegenstand im Klaren sein, wenn es politisch sein soll, welche Gruppe möchte man fokussieren, welchen Kontext wählt man dazu, um schließlich die Form zu wählen. Möchte ich mein Anliegen auf die Bühne bringen, werde ich ein Theaterstück schreiben. Ebenso wirksam kann aber auch ein Roman sein oder ein Film. Wie auch immer man sich entscheidet, Satire ist und bleibt kritische Stellungnahme von Menschen, denen diese Welt nicht egal ist, für Menschen, die auf dem Weg sind.